Propositions de randonnées • Zürcher Wanderwege

Zürich Witikon
— Vorder Pfannenstiel
• ZH
Aussichtstürme: Pfannenstiel
Von der Busstation Kienastenwies in Witikon spazieren wir am Pflegezentrum der Stadt Zürich vorbei zum «Stierenhaus», einem Gebäude mit Stierköpfen und glänzenden Kuppeln des Architekten Justus Dahinden, dessen Villa bergseits davon ebenfalls sehenswert ist. Durch Wald, dann am sonnigen Waldrand entlang erreichen wir den Sattel Breitmoos, wo wir den Rand der Siedlung Binz streifen und freie Sicht nach Nordosten haben. Weiter gehts leicht auf und ab durch das Sennholz nach Süessblätz. Die Mulde Chellen südlich davon ist melioriertes Sumpfgebiet. Unser Höhenweg führt weiter über den Wassberg (das gleichnamige Restaurant liegt nicht an unserer Route!) und östlich vom Zumiker Villenquartier Chapf vorbei zum Wehrmännerdenkmal in Form einer Flamme aus Bronze. Die Treppenstufen und Bänke laden zu einer Rast ein an diesem schönen Aussichtspunkt. Vor uns liegt die Forch, der kürzeste Übergang von Zürich ins Oberland. Die Grenze zwischen Küsnacht (Bezirk Meilen) und Maur (Bezirk Uster) teilt unsichtbar die wachsende Siedlung, die von der guten Erschliessung durch die Forchbahn profitiert. Jenseits der Senke steigt der Weg durch den Wald und über die langgestreckte Lichtung mit den Bauernhöfen von Hinter- und Vorder-Guldenen auf den Rücken des Pfannenstiels. Die beiden höchsten Punkte (851 und 853) sind im Wald kaum feststellbar. Der Aussichtsturm steht am Südosthang oberhalb des Restaurants und überrascht mit einer grossartigen Sicht auf drei Seen und die Alpen. Eine Viertelstunde bergab endet die Wanderung beim Vorder Pfannenstiel.

Türlen
• ZH
Aussichtstürme: Albis Hochwacht
Ein breiter Kiesweg führt durch das Tobel hinauf, neben dem Bach, der teils über hölzerne Stufen, teils auch über natürliche Wasserfälle fliesst. Die Strecke auf der Strasse (mit breitem Trottoir) bis zur Albispasshöhe dauert nur eine Viertelstunde, dann biegen wir ab und sehen schon am Waldrand den ganzen Zürichsee, dahinter die Alpen vom Säntis bis zum Vrenelisgärtli. Der Turm auf der bewaldeten Hochwacht bietet die totale Rundsicht mit den Alpen vom Säntis bis ins Berner Oberland. Unten im Pavillon und auf den Bänken kann man sich das kaum vorstellen. Der steile Abstieg und die darauf folgende Strecke mit Buckeln, die rechts umgangen werden, sind die einzigen Wegstücke mit Treppen und Wurzeln. Sie sind gut ausgebaut, hingegen ist der Pfad über die Schnabelburg nicht signalisiert und lohnt sich kaum. Bei der zweiten Schnabellücke (803 m) verlassen wir den Höhenweg. Auf einem bequemen Weg zwischen Riedwiesen (Naturschutz) erreichen wir den Weiler Tüfenbach. Dort sind zwei stattliche «Ämtlerhäuser» zu bewundern. Solche Riegelbauten mit Klebdächlein sind typisch für das Knonauer Amt (Säuliamt, Bezirk Affoltern). Nach einigen Minuten auf der Hauptstrasse zweigt der Wanderweg links ab und führt in einem Bogen über den Weiler Vollenweid durch die Ebene zum Türlersee. Dieser ist ein natürlicher Stausee: Vor Jahrtausen den ist ein grosser Teil des Äugsterberges ins Reppischtal abgerutscht. Man kann in einer Stunde den idyllischen See mit seinen natürlichen Ufern auf gutem Weg umrunden. Im Winter liegt allerdings der südwestliche Teil nachmittags im Schatten. Bei Türlen ist die einzige offizielle Badestelle, daneben ein Picknickplatz mit Bänken.

Sennhof
— Winterthur
• ZH
Aussichtstürme: Eschenberg
Vom Bahnhof Sennhof wandern wir auf dem rechten Tössufer bis zur Brunibrugg. Dort biegen wir zweimal rechts ab und steigen dann auf dem Wanderweg Richtung Bruederhus zur Kante des Eschenbergplateaus auf. Oben führt im rechtwinkligen Netz von Forststrassen eine gerade aus zum Chrebsbach, der zu zwei Teichen aufgestaut ist. Nun steigt der Weg zum Wildpark. Hier gibt es neun Säugetierarten, Lehrpfade, einen Kinderspielplatz und ein Gasthaus. Ausgeruht überwinden wir die letzte Steigung zum höchsten Punkt (591 m). Dank dem Aussichtsturm, der den Wald überragt, können wir die Alpen vom Säntis bis zur Jungfrau sehen, im Norden die flachen Berge Irchel, Cholfirst und Stammerberg (deren Aussichtstürme wir kaum erkennen), im Südwesten den Uetliberg. Der Abstieg zur nächsten Bushaltestelle «Breiti» führt über die Hergottsbüelstrasse. Sie verläuft der Kante des Breitetobels entlang. In dieses zweigen wir etwas später rechts nach Osten ab und erreichen bald den Bach. Der Breitetobelweg folgt ihm und führt in einem Bogen zum Waldrand. Dort gehen wir zwischen Schrebergärten bis zur Breitestrasse, biegen rechts ab und folgen ihr 100 Meter. Dann biegen wir links in den Nussbaumweg ein, der durch ein ruhiges Wohnquartier zum Kindergarten führt, dann weiter als Waldweg zu einem Spielplatz und rechts vorbei zur Turmhaldenstrasse. Dort erblicken wir die beigefarbenen Gebäude des Schulhauses Heiligberg. An diesem Gebäude gehen wir links vorbei und gelangen auf einen grossen Platz mit Bänken, Rosengarten, astronomischer Sonnenuhr (hinter dem lila Häuschen) und dem schönsten Überblick auf Winterthur, das sich zwischen seinen grünen Hügeln wie eine Amöbe ausbreitet. Über Treppen sind wir in 10 Minuten beim Bahnhof.

Ottenbach
— Knonau
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Reussuferweg
Von Ottenbach führt uns die Wanderung auf einem schönen Fussweg am Südrand des Dorfes vorbei zur ehemaligen Seidenweberei vor der Reussbrücke. Beim Restaurant an der Reussbrücke biegen wir am Bootshaus des Pontonierfahrvereins auf den Reussuferweg ein. Es ist in allen Jahreszeiten ein besonderes Erlebnis, auf dem Uferweg einem breiten Fluss entlang zu wandern und dem Konzert des gurgelnden Wassers, aufgehellt mit den schönsten Vogelstimmen, zu lauschen. Nach der Brücke von Obfelden wählen wir den Pfad auf dem Hochwasserdamm und nicht die Wegspur dem Ufersaum entlang. Vom Damm aus erhalten wir nämlich die bessere Übersicht auf die einzigartige Flusslandschaft. Linker Hand sehen wir die Häuser von Unterlunnern, dem westlichsten Dorfteil von Obfelden. Unsere Route bildet von Obfelden bis Knonau ein Teilstück des blau signalisierten Ämtlerwegs, der uns immer wieder mit instruktiven Orientierungstafeln auf Besonderheiten der Ämtler Landschaft aufmerksam macht. Am Lorzenspitz, wo die natürlich schlängelnde Lorze aus dem Zugersee kommend in die begradigte Reuss mündet, führt der Wanderweg direkt durch ein Kieswerk und anschliessend durch schattenspendenden Auenwald. Da unser Weg nach Maschwanden sachte auf die höhere Geländestufe steigt, erhalten wir eine prachtvolle Einsicht in das grosse Naturschutzgebiet zwischen Reuss und Lorze. Bald treffen wir in Maschwanden ein, das uns mit seinem geschützen Ortsbild erfreut. Unsere Wanderung führt uns weiter zur Kirche und über den Haselbach an stattlichen Bauernhäusern vorbei an den Südrand des schönen Dorfes Maschwanden. Hier geniessen wir über das Hatwilerfeld hinweg eine weite Sicht über die Alpen. Unser einstündiger Weg nach Knonau führt durch das idyllische, ruhige Tal des Haselbaches aufwärts. Im kleinen Wald Boll stossen wir direkt am Bach auf einen Rastplatz mit Feuerstelle. Dem Bachlauf entlang gelangen wir nach Knonau, dem ehemaligen Landvogteistädtchen mit seinem schön renovierten Schloss.

Kollbrunn
— Rämismühle-Zell
• ZH
Tobel: Tüfels Chilen
Die vorgeschlagene Wanderung im mittleren Tösstalbereich führt zu nicht weniger als drei grossartigen Naturhöhepunkten. Start ist die S-Bahn-Station Kollbrunn, von wo aus wir die Wanderroute über Bolsterenbuck nach Tüfels Chilen einschlagen. Der attraktive Gratweg ob dem Bäntal ist stellenweise ein Wurzelpfad. Nach 3/4 Stunden verlassen wir das Bäntal Richtung Ober Langenhard, um nach wenigen Minuten am Fusse des ersten Höhepunkts zu stehen: der Tüfels Chilen. Bis 1873 als Tuffsteinbruch genutzt, eroberte sich die Natur das steile Gelände allmählich zurück. Die Ruhe des Waldes, die dadurch beschattete Topografie, der Moosbewuchs und einige Quellbäche verleihen der Szenerie zuweilen einen mystischen Anklang. Wir kehren zurück ins Bäntal, wandern dann gemächlich talaufwärts und gelangen über Täntschen ins Rörlitobel, zur zweiten natürlichen Sehenswürdigkeit und zum ersten eigentlichen Tobel. Der wildromantische Taleinschnitt nimmt uns in den Bann, wobei, ganz profan, zur Höhenüberwindung Metalltreppen helfen. Am Ende des Rörlitobels und kurz vor Unterschlatt wenden wir uns gemäss Wegweiser dem Schauenberg entgegen. Bei P. 743 empfängt uns ein weiteres gelbes Schild mit der verheissungsvollen Anschrift «Zeller Giessen». Dieser Wegweiser geleitet uns via Schoren und Haldenholz zum angekündigten Zeller Giessen und ins ebenfalls hochromantische Gartentobel, dem zweiten Tobel und dritten Naturereignis unserer Wanderung. Wenn man das Glück hat und die Tösstaler Nebenbäche genügend Wasser führen, dann bieten die Wasserfälle (Giessen) imposante Schauspiele und sind sommersüber Anziehungspunkte für Gross und Klein. Das Dorf Zell mit seiner spätgotischen Kirche hat einen besonderen kulturellen Lecker bis- sen auf Lager: Es ist die letzte Wirkungsstätte des Komponisten Paul Burkhard (1911-1977), zu dessen Ehren und hundertsten Geburtstag im Jahre 2011 ein offizieller Wanderweg die Zusatzbezeichnung Paul-Burkhard-Weg erhielt. Und dieses letzte Teilstück unserer Wanderung führt vom Dorf Zell zur S-Bahn-Station Rämismühle-Zell.

Seuzach
• ZH
Äschberg
Beim Bahnhof Seuzach nehmen wir die Unterführung und folgen anschliessend dem Bahngleis. Der Wanderweg führt uns kurz dem Welsiker Bach entlang zum Naturschutzgebiet «Weiher». Eine Tafel des Vogelschutzvereins Seuzach gibt Auskunft darüber, wie die verschiedenen Enten heissen. Sie suchen Unterschlupf im Schilf, tummeln sich im Wasser oder überwintern gar dort. Auf einem breiten Pfad gelangen wir zum Weiler Bänk, wo uns bei gutem Wetter eine schöne Fernsicht erwartet. Schon bald ist der Gurisee – ein Überbleibsel aus der Eiszeit – erreicht; er lässt sich auf interessantem Weg in zehn Minuten umwandern. Die Uferzonen bieten verschiedenen Tieren und Pflanzen Lebensraum – kein Wunder also, dass der See unter Naturschutz gestellt wurde. Der Pfad schlängelt sich dem See- und Schilfgebiet entlang und führt zum Schluss über Holzbrücken. Weiter wandern wir durch das Dörfchen Welsikon, wo wir nochmals das Alpenpanorama bestaunen können. Bevor wir das mittelalterliche Schloss Mörsburg erblicken, geht es über Asphalt, Waldstrassen und Waldwege hinauf und hinunter. Anschliessend folgen wir dem Rebberg und gelangen via Gussli wieder zum Bahnhof Seuzach.

Lausanne
— Assens
• VD
Lausanne
In Lausanne fahren wir mit der Metro zur Place de la Riponne und steigen von dort hinauf zur Plattform vor der Kathedrale. Schon im sechsten Jahrhundert stand an diesem Ort eine Kirche. Der heutige Bau geht auf das zwölfte Jahrhundert zurück und dient seit der Reformation als evangelische Kirche. Die Rosette ist ein Meisterwerk europäischer Kirchenkunst, und die Fenster veranschaulichen die mittelalterliche Weltsicht, in der Gott als Schöpfer im Zentrum steht. Seit 600 Jahren ruft übrigens ein Nachtwächter von zehn Uhr nachts bis zwei Uhr in der Früh die vollen Stunden aus. Nach einem kurzen Aufstieg durch die Altstadt folgen wir dem Naturweg zum Aussichtspunkt Le Signal. Wir durchwandern den Parc de Sauvabelin und steigen bald hinab zum Fluss Flon, der uns durch den Wald bis zur Fontaine des Meules begleitet. Auf der Waldlichtung mit der Auberge du Chalet des Enfants (früher ein beliebtes Ausflugsziel für Familien aus Lausanne; auch Coco Chanel liebte diesen Ort) machen wir Mittagshalt. Nachher geht es weiter durch den waldreichen Jorat zur Abtei von Montheron (Montheron ist übrigens das nördlichste «Quartier» der Gemeinde Lausanne) und anschliessend dem kleinen Bach Le Talent entlang bis nach Assens. Die Wanderung führt uns grösstenteils über Natur- und Kieswege.

Staffelegg
— Hauenstein
• AG
Jura-Höhenweg
Unsere Tour beginnt auf der Staffelegg, dem 620 Meter hoch gelegenen «Pässli», das Aarau mit dem Fricktal verbindet. Wir wandern zum grössten Teil auf Forststrassen zum nächsten «Pässli», zum Bänkerjoch (Küttigen–Oberhof). In immerwährendem Auf und Ab erreichen wir das nächste «Pässli» Salhöhe (Erlinsbach–Kienberg), das zugleich die Grenze zwischen den Kantonen Aargau und Solothurn bildet. Baselland und Aargau gehören grösstenteils zum Tafeljura, mit Beginn in Sissach und Ende in Bad Zurzach. Die ganze Zeit über gehen wir auf dem bekannten Jura-Höhenweg, der von Dielsdorf nach Genf führt. Bereits 1905 wurden erste Teile dieser Route markiert. Kurz vor der Geissflue, dem höchsten Punkt des Aargaus wie auch unserer Wanderung, folgen wir der dritten Kantonsgrenze – jener zum Baselland. Wir bewegen uns meist in Buchenwäldern, die in diesem Juragestein gedeihen. Nach dem Weiler Burg überschreiten wir den tief unter uns liegenden Hauenstein-Basistunnel. Über Lochmatt und die Wisnerhöchi gelangen wir an unser Endziel Hauenstein.

Neue Forch
— Schwerzenbach
• ZH
Forch und Greifensee
Wanderung: Die Forchbahn bringt uns von Stadelhofen zur «Neuen Forch». Von dort steigen wir hinauf zum Wehrmännerdenkmal, anschliessend geht es hinunter durch Wald und über Wiesen zum Ufer des Greifensees. Wir wandern auf ebenen Pfaden zur Schifflände, dann zur Badeanstalt Maur und weiter bis nach Schwerzenbach, vorwiegend auf Naturbelag. Wehrmännerdenkmal: Die 18 Meter hohe stilisierte Flamme von 1922 wurde von Otto Zollinger entworfen. Der Spruch zu Ehren der Opfer im Ersten Weltkrieg ist bei Umrundung des Steinsockels lesbar. Greifensee: Den Schützen von Greifensee war er Kugelfang, und der Flugwaffe diente er bis 1987 als Zielgebiet. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wurden auf dem See auch Gütertransporte mit Ruderschiffen durchgeführt. Die in Aathal betriebene Industrie führte zu einer Verschmutzung der Ustermer Aa, wodurch sich der Zustand des fischreichen Greifensees markant verschlechterte. Erst die Einführung einer weiteren Reinigungsstufe in den Kläranlagen brachte Besserung. Die Landschaft um den Greifensee wurde bereits 1941 als eine der schönsten und anmutigsten im Kanton Zürich bezeichnet und unter Naturschutz gestellt. Sie ist in Zonen gegliedert, in denen teils der Mensch und teils die Natur Vorrang hat.

Melchsee-Frutt
• OW
Melchsee-Frutt
Schon sehr früh war Melchsee-Frutt ein Übergang zwischen Nord und Süd. Die Berner auf der südlichen sowie die Melchtaler und Kernser auf der nördlichen Seite trieben regen Handel. Einfach scheinen die Wege nicht gewesen zu sein, denn «Frutt» bedeutet «treppenartiger, schwieriger Anstieg auf einen Felsenberg». Heute schwebt man bequem mit der Gondelbahn von der Stöckalp hinauf nach Melchsee-Frutt. Bergauf wandern wir Richtung Bonistock. Die Gegend ist etwas steinig und karstig. Grandios ist die Aussicht vom Bonistock auf die umliegende Alpenwelt mit dem ewigen Schnee und Eis, den romantischen Bergseen, der schmucken Kapelle und den Alpgebäuden unten auf der Frutt. Der Abstieg zur Tannalp verläuft zuerst auf einem Grat Richtung Chringen, dann über drei hohe Treppenstufen und auf Wanderwegen zum Berggasthaus Tannalp. Nach der Mittagspause wandern wir kurz entlang des Tannensees in Richtung Balmeregghorn, vorbei an im Wind tanzenden Wollblumen. Doch auf der Erzegg, wo wir nochmals eine herrliche Aussicht über das Gental bis zu den Berner Alpen geniessen, geht es für uns rechts hinunter zum Distelboden. Nun wandern wir dem türkisfarbenen Melchsee entlang zum kleinen Feriendorf Melchsee-Frutt, wo wir noch Zeit für ein kühles Getränk haben, bevor wir die Talfahrt mit der Gondelbahn zur Stöckalp antreten.

Malbun, Jöraboda
• LI
Drei Kapuziner
Unsere heutige Wanderung führt ins Fürstentum Liechtenstein. Malbun liegt auf 1600 Metern über Meer und gehört zur Gemeinde Triesenberg. Der Name Malbun stammt vom romanischen «val bun» («schönes, ertragreiches Tal»). Von hier aus führt uns ein angenehmer Weg hinauf zunächst nach Sass. Von dort wandern wir durch leicht coupiertes Gelände bis zur kleinen Sennenhütte Bärgi. Immer wieder eröffnet sich uns ein schöner Ausblick ins Tal. Sobald wir die Sennenhütte umrundet haben, geht es plötzlich sehr steil hinauf, bevor wir dann mit immer wieder schöner Aussicht auf einem schmalen Bergweg die Höhe halten können. Nach dem Mittagshalt auf dem Schönberg wird Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Auf dem ausgesetzten, spannenden Weg passieren wir die Drei Kapuziner. Dabei ist Trittsicherheit erforderlich, und es ist auch eine kurze T3-Passage zu überwinden. Die Drei Kapuziner sind Felsköpfe, die von Guschg aus gesehen an Mönche erinnern. Der letzte Teil der Wanderung führt uns noch an einem kleinen See vorbei, bevor der Kreis sich schliesst und wir unseren Ausgangsort Malbun wieder erreichen.

Start point
— Wald
• ZH
Zürcher Oberland: Bachtel
Wir verlassen den Bahnhof Fischenthal in südlicher Richtung. Kurz nach der Kirche wandern wir auf der asphaltierten Strasse in weiten Kehren, vorbei an den Höfen Widenreiti und Hinter Sädel, nach Ferenwaltsberg hinauf. Danach zweigen wir rechts ab und wandern bis zur Krete. Von dort gehts dem Waldrand entlang weiter nach Frauebrünneli, wo die Nonnen des in der Nähe gelegenen Klosters einst Wasser holten. Nach dem Frauebrünneli haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder wandern wir geradeaus weiter dem Grat entlang in Richtung Allmen oder wir biegen rechts ab und folgen dem abwärts führenden Weg, der uns die Gelegenheit offen lässt, die rund 50 Höhenmeter tiefer gelegene Täuferhöhle zu besuchen. Südlich des Allmens vereinen sich die zwei Wegvarianten wieder. Bis nach Egg fällt der Weg leicht ab. Nach kurzweiligem Auf und Ab und einem letzten, recht steilen Aufstieg haben wir den Bachtel-Gipfel erreicht. Die fantastische Aussicht entschädigt für alle Mühen, wer noch genug Energie hat kann den Turm besteigen. Der Abstieg nach Wald ist abwechslungsreich. Unterwegs macht uns der Wegweiser auf den Bachtelspalt aufmerksam, eine rund 15–20 Meter tiefe Spalte im Nagelfluhgestein. Weiter führt uns die Route durch Waldgebiete und über Wiesen bis Tänler. Unter uns sehen wir bereits das Dorf Wald. Durch das Gebäude-Ensemble der «Bleiche» hindurch und vorbei an der Katholischen Kirche erreichen wir den Bahnhof.

Courgenay
— St. Ursanne
• JU
Ajoie
Wir starten unsere Wanderung in Courgenay. Dieses abgelegene Dorf erstreckt sich in einer weiten Niederung südlich der Allaine in der Ajoie am Nordfuss des Kettenjura. Courgenay erlangte im Ersten Weltkrieg Bekanntheit durch ein Volkslied, das Gilberte de Courgenay, der damaligen Wirtstochter im Hôtel de la Gare, gewidmet war und ihrer Freundlichkeit gegenüber den damals in der Ajoie stationierten Soldaten ein Denkmal setzte. Nachdem wir den Ort hinter uns gelassen haben, geht es auf bequemen Waldwegen aufwärts bis zur Vacherie Mouillard. Nun folgen wir einem aussichtsreichen Höhenweg, der uns über den Passübergang Col de la Croix zum Weiler Outremont führt. Über den anfangs etwas steilen Abstieg gelangen wir hinunter nach St-Ursanne. Diese historiche, mittelalterliche Kleinstadt im Herzen des Jura liegt im engen Tal des Doubs und lädt uns mit ihrem malerischen Stadtbild zum Bummel ein. Kloster, Stiftskirche und ein Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert zeugen von einer grossen Vergangenheit. Es folgt ein letzter Aufstieg zum ausserhalb des Ortskerns gelegenen Bahnhof, von wo wir unsere Heimreise antreten.

Birmensdorf
— Dietikon
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Unter Reppischtal
Die Wanderung führt vom Bahnhof Birmensdorf in westlicher Richtung aus dem Knonauer Amt hinaus. Nach wenigen Minuten entlang der Autostrasse überqueren wir die Reppisch und biegen gleich nach der Brücke rechts auf einen schmalen Uferweg ein. Bereits nach den letzten Häusern des Dorfes stehen wir vor den neuen Kasernenbauten Zürich Reppischtal. Beim Bau des ausgedehnten Waffenplatzes nahm man besondere Rücksicht auf den grossen Wert des unteren Reppischtales als Naherholungsgebiet, wovon einige schön gestaltete Biotope zeugen. Der Uferweg führt unter dem Autobahn-Viadukt der Westumfahrung von Zürich hindurch und wechselt vor der Kläranlage auf die rechte Flussseite im engen Tal. Nun steigt ein Waldsträsschen leicht an und führt uns längs des steilen Westhanges der Egg zum Weiler Unter Reppischtal. Nach einem kurzen sonnigen Abschnitt taucht die Naturstrasse in den geschützten Foren-Wald ein und schlängelt sich am Abhang des Honeret weiter west- und danach eine knappe halbe Stunde nordwärts bevor der Weg steil abwärts zum Reppischhof führt. Wir folgen nun dem überaus reizvollen Brüggliweg, der in vielen Windungen am imposanten Steilufer der Reppisch entlang führt. Besonders eindrücklich können wir hier die gewaltige Erosionskraft eines Baches erleben, wie er in der äusseren Krümmung einer Schlaufe den Hang unterhöhlt und ihn stetig zum Abrutschen bringt. Im Grunschen, einem flachen Boden in einer Mäanderschlaufe der Reppisch, hat die Stadt Dietikon einen grosszügigen Rast- und Spielplatz eingerichtet. Am einstigen langgestreckten Fabrikweiher erfreuen wir uns an den vielen Wasservögeln. Das letzte Teilstück unserer Wanderung führt der gelben Signalisation nach der Reppisch entlang durch das in den letzten Jahren rasant gewachsene Dietikon. Bei der Kirchstrasse verlassen wir die Reppisch, die uns auf der ganzen Wanderung begleitet hat, biegen nach rechts ab und erreichen in wenigen Minuten den Bahnhof Dietikon.

Uetliberg
— Sihlbrugg
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Albis
Die rund 20 Kilometer lange Albiskette ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet. Der Gratweg mit seinen Rastplätzen, Aussichtstürmen und Berggasthäusern gilt weit und breit als meist begangener Wanderweg. Die rund sechsstündige Wanderung beginnt an der Bergstation der Uetlibergbahn. Schon kurz nach der Station überrascht uns am Wegrand das Modell der Sonne, als grosse gelbe Kugel auf einem Ständer thronend. Hier beginnt der Planetenweg, den wir mit dem Aufstieg über den Uto Kulm mit gewaltigem Panorama, Aussichtsturm und Restaurant kurz verlassen, der uns aber sonst bis zur Felsenegg begleitet. Der Abstieg vom Uetliberg-Gipfel führt über viele Treppenstufen hinunter zur Gratsenke, wo der alte Ämtlerweg von Sellenbüren nach Zürich hinüber führt. Etwas später öffnet sich der Blick nach Osten, wir stehen an der Kante des grössten Erosionstrichters der Albiskette, der Falletsche. Unser Weg senkt sich nun leicht zum Berghaus Balderen und steigt danach, den Planetenweg verlassend, wieder leicht an bis zur ehemaligen Burg Balderen und zur Bergstation der einzigen Luftseilbahn im Kanton Zürich, der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg (LAF). Vorbei am Restaurant Felsenegg, mit der eindrucksvollen Sicht auf den Zürichsee, wandern wir durch Tannenwald zur Buechenegg, wo die schmale Strasse von Langnau her ins Reppischtal führt. Der Weg steigt nachher wieder leicht an und führt fast 2 Kilometer durch prachtvolle Waldungen, bis wir abwärtsschreitend auf den offenen Einschnitt des Albispasses treffen. Wir haben auf dem Albispass die Hälfte un serer Wanderung absolviert, die Bushaltestelle bietet die Möglichkeit, Busse nach Langnau oder Hausen am Albis zu besteigen. Eine leicht ansteigende Naturstrasse bringt uns zum Aussichtsturm auf der Hochwacht und über den Burghügel der Ruine Schnabelburg zur Schnabellücke. Den darauf folgenden recht steilen und steinigen Aufstieg zur höchsten Erhebung des Albiskammes, dem 915 m hohen Bürglenstutz, müssen wir uns verdienen. Auf dem bewaldeten Bergrücken führt uns der Gratweg zum Albishorn mit seinem Gasthaus, wo wir nochmals die eindrückliche Aussicht geniessen können. Wir ziehen weiter auf dem schmalen Gratweg und Waldwegen zum Schweikhof und danach über offenes Gelände und dem Talbach entlang bis nach Sihlbrugg.

Zürich Milchbuck
— Zürich Burgwis
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Zürichberg
Bei der Tram- und Busstation Milchbuck, dem Übergang von der Stadt ins Glatttal, betreten wir nach wenigen Schritten die ausgedehnten Parkanlagen der Universität Zürich-Irchel, deren wunderbare Naturlandschaften sich lohnen, erforscht zu werden. Von der imposanten Aussichtskanzel auf dem höchsten Punkt der Grünanlage geniessen wir die Aussicht: Nach Westen füllt die Grossstadt das breite Limmattal zwischen Uetliberg und Chäferberg, nach Norden greift sie tief ins Glatttal hinein, im Süden sieht man über den Zürichsee bis zu den Glarner Alpen. Auf einem steilen Stufenweg am Resiweiher vorbei steigen wir das kleine Tobel hinauf, wo an einer Waldwegkreuzung eine grosse Schutzhütte mit Feuerstellen, Ruhebänken und ein idyllisches Waldweiherchen zum Verweilen einladen. Über die Wegkreuzung Zürichberg, wiederum an einem der zahlreichen schönen und gepflegten Rastplätze vorbei, wandern wir in Richtung Allmend Fluntern, wo sich der Blick über das Quartier Fluntern zum See und bei sichtigem Wetter bis zum Alpenkranz öffnet. Über bequeme Wege erreichen wir das Wellenbad und die Kunsteisbahn Dolder, deren erste Bauten 1930 erstellt worden sind. Nach der Umgehung dieses Geländes führt uns ein breites Waldsträsschen direkt zum liebevoll gepflegten Restaurant Degenried. Vom Degenried aus könnte man in 20 Minuten auf direktem Weg nach Hirslanden zur Tramstation Klusplatz absteigen. Wir aber folgen dem Wanderweg ins Stöckentobel. Im romantischen Tobel verlassen wir den Witikerweg und steigen dem Elefantenbach nach abwärts durch den wilden Schluchtwald über vermooste Brücklein. Und dann die Überraschung: Da steht wahrhaftig, mitten im Bachbett, ein grosser, steinerner Elefant, der Wasser aus dem Rüssel sprudeln lässt. Der erste Elefant wurde bereits 1898 vom Verschönerungsverein Zürich geschaffen und gibt seitherdem Gewässer im Stöckentobel seinen heutigen Namen. Danach führt uns der Weg weiter dem Elefantenbach entlang abwärts, bei der Schleife unter der Witikonerstrasse hindurch zur Tramhaltestelle in der Burgwis. Auf der anderen Strassenseite bewundern wir noch die prachtvolle, geschlossene Gebäudegruppe der Mühle Hirslanden.

Schlieren
— Uetliberg
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Hohenstein
Schlieren ist in den vergangenen Jahren von einer Industriegemeinde zu einer Stadt der Dienstleistungsbetriebe herangewachsen. Vom Bahnhof Schlieren führt der Wanderweg zuerst zur grossen Busstation und gleich darauf mitten durch das Stadtzentrum. Nach der Überquerung der Ämtlerbahn wandern wir bereits durch eine offene Landschaft, bevor wir in den Wald einbiegen. Der Blick zurück zeigt uns das breite Limmattal, begrenzt von der Heitersberg- und Altbergkette. Deutlich erkennbar sind die Hochhäuser von Spreitenbach und am Horizont die Lägern. Auf gepflegten Waldsträsschen erreichen wir nach der Stadtgrenze einen grossen, reich ausgebauten Rastplatz beim Forsthaus Frauenmatt. Die Wanderwegsignalisation leitet uns weiter durch den Wald, bis wir beim Feldermoos auf die stark befahrene Birmensdorferstrasse stossen. Ein schmaler Fussweg bringt uns zu den Geleisen der Uetlibergbahn, die wir überqueren und auf guten Waldstrassen am Rastplatz Feldermooshau vorbei zum sonnigen Spiel- und Rastplatz Hohenstein weiterwandern. Auf dem Hohenstein laden mehrere Feuerstellen, Tische, Bänke und ein Brunnen zum Verweilen ein. Die Kinder tummeln sich begeistert auf den Klettergerüsten des Spielplatzes, der im Jahr 2012 komplett neu erstellt wurde. Nach dem Rastplatz Hohenstein folgen wir dem Gratwegli über unzählige Treppenstufen auf dem Grat steil aufwärts zu fünf kleinen Häusern. Dort biegen wir zur Bahnstation Uetliberg ab (oder gönnen uns noch einen Abstecher zum Uetliberg Kulm und seinem Aussichtsturm). Variante: Vom Rastplatz Hohenstein (oder nach dem Abstecher zum Uetliberg) besteht die Möglichkeit, auf einem gut ausgebauten Weg in einigen Serpentinen zum Triemli hinunterzuwandern. Der Aufstieg vom Triemli zum Rastplatz Hohenstein dauert naturgemäss länger und strapaziert die körperliche Leistungsfähigkeit etwas stärker.

Ossingen
— Uhwiesen Kapelle
• ZH
Cholfirst
Nach dem Start in Ossingen im Zürcher Weinland wandern wir am Husemersee sowie an Hochstämmern und Reben vorbei nach Trüllikon und geniessen dabei wunderbare Ausblicke in die Natur. In dieser Jahreszeit ist die Chance gross, die Apfel- und Kirschblüte mitzuerleben. Nun steigen wir zum leise rauschenden Wald des Cholfirsts hinauf. Wer kennt nicht die Stelle des berühmten Schaffhauser Liebesliedes: «Leise rauscht des Rheines Welle, leise rauscht des Kohlfirsts Wald, doch im Herzen pocht und hämmert meiner Liebe Allgewalt»? Mit diesem Lied auf den Lippen steigen wir bei Wildensbuch die Treppen zum ersten Turm dieses Tag empor; er gehört zu einer der ehemals 23 Hochwachten im Kanton. Nach einer längeren Rast ziehen wir weiter zu den wahren Riesen dieser Welt: den Sequoia- oder Mammutbäumen im Gebiet Rindisburg. Doch sie sollen nicht die letzten Riesen sein, denen wir begegnen; mit etwas Glück finden wir die höchste Fichte, die im Kanton Zürich wächst. Interessantes über dieses wunderbare Waldgebiet wird uns der Sachverständige der Gemeinde Uhwiesen erzählen. Schliesslich bewundern wir auch die beiden weiteren Türme – zumindest von unten. Zum Abschluss dieser Wanderung mit vielen Höhepunkten lädt uns das Weinbaudorf Uhwiesen mit seinen Winzerstuben noch etwas zum Bleiben ein.

Rüdlingen
— Kaiserstuhl
• SH
Kreuz und Quer: Grenzwanderung
Vom Weinbauerndorf Rüdlingen mit seinen Riegelhäusern steigen wir steil hinauf zur Kirche Buchberg, wo wir die Aussicht auf die Stromlandschaft von Rhein und Thur geniessen. Durch das Dorf, das wie Rüdlingen zum Kanton Schaffhausen gehört, gelangen wir zu einem Weiher,wo der Treppenweg durch den Hummelbergwald beginnt. Am Tobelhang sieht man waagrechte Sandstein- und Mergelschichten. Mit Aussicht auf den Rhein verläuft unsere Route – nun im Kanton Zürich – dem oberen Rand der Rebberge entlang, bis er mit Kehren nach Eglisau hinunter führt. In einem stattlichen Weinbauernhaus beim Eingang ins mittelalterliche Städtchen ist ein Ortsmuseum eingerichtet worden. Auf der Brücke erkennt man, dass der Rhein gestaut ist (8 m höher – eine Häuserzeile wurde geopfert). Am linken Rheinufer verläuft der Wanderweg zuerst am Waldrand hoch über dem Fluss, später kommt er dem Wasser näher. Beim Weiler Rheinsfelden erheben sich vor uns die mächtigen Schleusen und das Maschinenhaus des Kraftwerks. Von der ansteigenden Strasse biegen wir in den Hangwald ein. Es folgt ein reizender Fussweg, der in stetem Auf und Ab rheinabwärts führt. Von einem Rastplatz mit Ruhebänken aus geniesst man einen schönen Blick auf Hohentengen am deutschen Ufer. Am tiefsten Punkt des Kantons Zürich (332 m) überqueren wir die Grenze zum Kanton Aargau, und über einen Promenadenweg erreichen wir die Zollbrücke in Kaiserstuhl. Die steile Hauptgasse führt durch das hübsche Städtchenzur Bahnstation hinauf.

Start point
— Wald
• ZH
Kreuz und Quer: Hüttchopf
Nach einem flachen Kilometer auf Hartbelag bis zur Talgabelung beginnt der Bergweg, der steil zur Oberen Schwändi aufsteigt und später dreimal den längsten Skilift des Kantons Zürich kreuzt. Dann traversiert er den steilen Osthang des Hasenböl. Wenn wir uns dem Sattel«Tannen» nähern, sehen wir den kahlen Hüttchopf vor uns. Teils im Wald, teils über Weiden mit Birken und Föhren steigen wir den Nordgrat empor. Wer die letzten (pfadlosen) 100 m Anstieg scheut, kann längs des Westhanges zur Alp Überzütt wandern, verpasst aber die schönste Aussicht ins dicht bewaldete Quellgebiet der Vorderen und Hinteren Töss, zum Säntis und imNorden bis zum Bodensee. Von Überzütt führt der Weg durch den Osthang der Brandegg zum Bergrestaurant Scheidegg. Die prachtvolle Aussicht auf Zürich- und Obersee, den Alpenkranz vom Säntis bis ins Berner Oberland, in den Jura und den Schwarzwald lädt zu einer längeren Rast ein. Der Abstieg verläuft über den Grat des Josenberges, dann über den sonnigen Abhang zum Weiler Oh und hinunter ins Sagenraintobel. Eine kurzweilige Wanderung dem Schmittenbach entlang schliesst sich an. So gelangen wir zur Kirche und über den Dorfplatz zum Bahnhof Wald.

Uetliberg
— Albispass
• ZH
Kreuz und Quer: Albisgrat
Schon kurz nach der Bahnstation beginnt der Planetenweg durch unser Sonnensystem; 1 m Weg entspricht 1 Mio km. Wir steigen auf den Uto Kulm mit dem Aussichtsturm und dem erneuerten Hotel-Restaurant. Der Abstieg führt über Treppen durch die bizarren Formen der Deckenschotterkappe (aus gletschernahen Ablagerungen der eiszeitlichen Flüsse). In der Grat senke kreuzen wir den Weg von Sellenbüren nach Zürich. Etwas später öffnet sich der Blick nach Osten; wir stehen an der Kante des grössten Erosionstrichters der Albiskette, der Falätsche. Man erkennt gut die waagrechten Schichten: den gelblichen, im nassen Zustand plastischen Mergel und den härteren Sandstein. Unser Weg senkt sich nun leicht bis zum Berg haus Balderen. An der tiefsten Einsattelung im Albisgrat bietet sich der kürzeste Abstieg ins Sihltal an. Wir biegen vom Planetenweg ab und steigen auf den Grat zum Ruinenhügel der Burg Balderen, die 1268 von den Zürchern zerstört wurde. Weiter auf dem Grat kommen wir am Antennenturm und an der Bergstation der einzigen Zürcher Luftseilbahn vorbei (als mögliche Abkürzung nach Adliswil) zum Bergrestaurant Felsenegg. Von der Terrasse aus ist der Blick ins Sihltal und auf den Zürichsee eindrucksvoll. Von der nächsten Kuppe oberhalb des Weilers Hinter Buechenegg sind der langgezogene Rücken des Lindenberges und die Juraketten gut zu erkennen. Beim Sattel Buechenegg-Näfenhüser locken drei Raststätten zur Einkehr. Der Weg steigt nachher wieder leicht an bis zum höchsten Punkt unserer Wanderstrecke (895 m) und führt durch prachtvolle Waldungen zum offenen Einschnitt des Albispasses. Dieser wichtige Übergang in die Innerschweiz war im 18./19. Jh. mit Kutschen befahrbar, doch mussten die Reisenden an steilen Stellen aussteigen.

Dielsdorf
— Otelfingen
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Wandertrophy 2025: Boppelsen
Der steile Aufstieg durch Gärten und Reben nach Regensberg führt an einem grossen Steinbruchvorbei. Der Lägerenkalk vom östlichsten Juragrat enthält oft Fossilien und ist beliebt für Trockenmauern. Durch das ehemalige Osttor des Hügelstädtchens Regensberg betretenwir den Hof der Oberburg, umrahmt von gepflegten Häusern, die einst die Ringmauer bildeten. Der Sodbrunnen (mit Beleuchtung) ist 57 m tief, der besteigbare Rundturm 21 m hoch. Links vom Schloss führt ein Tor in die Unterburg. Dort wählen wir nicht den Jurahöhenweg,sondern den Baderweg (Badenerweg), der zuerst auch ansteigt, dann fast eben durch den Wald verläuft und abwärts zieht in die Hangmulde von Boppelsen. Am Dorfplatz steht das schmucke ehemalige Schulhäuschen mit Glockenturm. Von der Hauptstrasse biegen wir bald in den Wald. An der Feuerstelle beim Waldaustritt blicken wir hinunter auf Otelfingen und über das Furttal auf Hüttikon am Fusse des Altberges. Wir steigen ab zur Untermühle mit Treppengiebel und folgen dem Dorfbach an stattlichen Riegelbauten vorbei zur Station Otelfingen.

Andelfingen
— Dachsen
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Wandertrophy 2025: Rudolfingen
Wir überqueren die Thur, folgen ihr nach links und zweigen nach einem Kilometer ab zum steilen Rebhang «Steig» westlich des Schiterberges. Durch einen Mischwald erreichen wir Oerlingen, kreuzen die A4 und queren dem Niderbach entlang eine fruchtbare Ebene. Dann wandern wir zwischen Moränenhügeln nach Rudolfingen, einem musterhaften Bauerndorf am Fusse des Cholfirsts. Am Rande des Rebberges steigen wir steil bergan und weiter durch eine kleinräumige Landschaft zum abgelegenen Dörfchen Wildensbuch (Tipp: Auf der Hochwacht nördlich von Wildensbuch wurde ein neuer Aussichtsturm errichtet, der einen fantastischen Rundblick gewährt). Am alten Schulhaus mit Zeittürmchen vorbei gelangen wir auf den prachtvollen Aussichtsweg oberhalb der Rebberge von Benken. Im bekannten Ausflugsrestaurant Guggeeren löschen wir unter alten, prächtigen Bäumen den Durst und lassen unseren Blick in die Ferne schweifen, über das fruchtbare Weinland zum Irchel und zur Lägeren. Gegen Südosten sind bei klarem Wetter sogar die Alpen zu erkennen. Wir wandern dem Waldrand entlang leicht bergab zum Anderbach und folgen diesem zu den ehrwürdigen Riegelbauten des Dorfes Dachsen.

Wald
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Tobel: Sagenrain-/Elbatobel
Die gelben Wegweiser leiten uns ab dem Bahnhof Wald vorbei an der reformierten Kirche bis zur Abzweigung in den Sagenraintobelweg und weiter zum Eingang des Tobels. Die Kirche ist übrigens ein Werk aus der Zimmereidynastie Grubenmann: Erbauer des Langhauses im Jahr 1757 war Jakob Grubenmann. Der Schmittenbach hat dieses Tobel in die Sandstein- und Mergelschichten der Oberen Süsswassermolasse eingeschnitten. Ein kurzweiliger Aufstieg in angenehmem Waldschatten entlang des Bachs führt uns bis zum Hof Ger. Von dort steigen wir steil hinauf zur nahen Wolfsgrueb, einer Wegspinne, von wo aus ein halbes Dutzend Wanderrouten in alle Himmelsrichtungen abzweigt. Zur Scheidegg wählen wir nicht die Strassen-Variante, sondern folgen nach ungefähr 10 Minuten Aufstieg dem Weg nach rechts. Kurz darauf führt ein steiler Pfad hinauf zur Alp Scheidegg. Dort oben öffnet sich ein herrliches Panorama Richtung Zürichsee mit Bachtel und Rigi. Deltasegler haben hier ihr Abfluggelände. Das höchst gelegene Gasthaus im Kanton Zürich (knapp 1200 m ü. M.) lädt zum Verweilen und Geniessen ein. Für den Abstieg wählen wir den bewaldeten Gratweg zum Weiler Hischwil. Weiter gehts über Boden, Hinter Erli und Haltbergholz ins Jonatal. Dank den wasserreichen Flüssen und Bächen, u. a. der Jona, entwickelte sich die Gemeinde Wald ab Mitte des 19. Jahrhunderts zur Textilmetropole des Zürcher Oberlandes. Nach der Bahnunterführung erreichen wir das nächste eindrückliche Tobel: Hier hat die Jona das Elbatobel aus den Nagelfluhfelsen gefressen. Einer Publikation über das Zürcher Oberland aus dem Jahre 1910 entnehmen wir folgenden «Werbespruch»: «Elbatobel, ein schattiges, kühles, enges, von der Jona gebildetes Tal mit dem ‹Zuckermantel›, einem mächtigen Wassersturz am Nordende des Bachtobels.» Wir folgen dem Weg abwärts und erblicken bald die ersten Häuser von Wald.