Propositions de randonnées • Zürcher Wanderwege

Basel Badischer Bahnhof
— Niederholz
• BS
Kleinbasel
Durch die Unterführung beim Badischen Bahnhof in Basel gelangen wir auf die andere Seite der Geleise. Unsere Wanderung führt uns zum Tierpark Lange Erlen. Wir nehmen die Route durch den Park, wo wir Interessantes über verschiedene Tiere und alte Gemüsesorten erfahren. Auch ein wunderschöner Waldlehrgarten ist hier zu finden. Bald schlendern wir an der Eisenbrücke vorbei. Auf einer breiten Strasse gelangen wir zur Wiese – das ist der Fluss, der Basel von Nordosten her zuströmt – und folgen dem Flussverlauf ins Grüne. Eine Tafel informiert uns, dass wir auf dem Hebel-Wanderweg unterwegs sind. Dieser ist nach Johann Peter Hebel, Grossdichter, Lehrer und Kirchenpolitiker, benannt. Beim Dorf Riehen sehen wir schon unser Tagesziel, den Basler Hausberg St. Chrischona, wo wir noch über 70 Treppenstufen hochsteigen können. Sein 250 Meter hoher Fernsehturm ist das höchste frei stehende Bauwerk der Schweiz. Auf dem St. Chrischona verpflegen wir uns aus dem Rucksack. Über Bettingen führt uns der Abstieg nach Hornfelsen. Nun wandern wir einige Zeit auf deutschem Staatsgebiet. Von der Brüstung aus sieht man die Hafenanlagen von Birsfelden, die Kraftwerkinsel im Rhein und einen Teil der Stadt Basel. In der Ebene angekommen, begeben wir uns zur Bahnstation Niederholz. Eine ID ist erforderlich.

Hausen am Albis
— Türlen
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Türlersee
Unsere Halbtageswanderung beginnt bei der Haltestelle Post in Hausen am Albis. Direkt neben dem historischen Gasthof Löwen folgen wir dem Wanderweg zum Türlersee in Richtung Heisch,wo es mehrere prachtvolle Ämtlerhäuser zu bewundern gibt. Auf einer wenig befahrenen Strasse steigen wir den Südhang des Gom hinauf und geniessen auf dem ebenen Panoramaweg eine einzigartige Aussicht weit über die Moorlandschaft der Chrutzelen hinweg zum Zugersee und zu den Alpen, vom Glärnisch bis zum berühmten Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau im Berner Oberland. Beim Weiler Vollenweid überqueren wir die stark befahrene Albisstrasse und ziehen auf einem chaussierten Feldweg über die Ebene, wo sich einst der Türlersee ausdehnte. Wir überschreiten den grössten Zufluss des Türlersees und wählen für den Seerundgang zuerst den gut gepflegten Weg dem südlichen Ufersaum entlang. Schritt für Schritt geniessen wir den Blick durch Ufergehölze oder den Schilfgürtel und beobachten begeistert die zahlreichen Wasservögel: Stock-, Reiher- und Tafelenten, Blesshühner und Haubentaucher. In der grossen Bucht treffen wir auf den sagenumwobenen Hexengraben, ein schönes kleines Moortal. Ruhebänke laden uns ein, die unverbauten Seeufer mit ihrer reichen Pflanzenwelt zu geniessen. Vor dem Abfluss orientiert uns eine farbige Ämtlerwegtafel über die Entstehung des Türlersees. Unser Rundgang führt nun am Nordostufer entlang weiter bis zum Strandbad und Campingplatz. Der direkte Seeuferweg ist während der Badezeit von Mai bis September gesperrt, zu dieser Zeit müssen wird das Gelände auf einem Fussweg umgehen. Zum Abschluss unserer Wanderung geniessen wir vielleicht ein kühles Bad im See. Von der Bushaltestelle Türlersee führt uns der Bus zurück nach Zürich Wiedikon.

Sihlwald
— Knonau
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Seleger Moor
Von Sihlwald aus wählen wir den signalisierten Wanderweg in Richtung Albishorn und Schnabellücke. Nach dem Überqueren der Sihltalstrasse biegen wir in den Spinnerweg ein. Nun beginnt der Aufstieg aufs 400 Meter höher gelegene Albishorn. Der steile Osthang des Albiskammes und die abwechslungsreichen Waldbilder zwingen die Wanderer zu mehreren Verschnaufpausen. Wir folgen vorerst dem Spinnerweg bis zum Tannboden, wo wir die ältesten und grössten Buchen des Naturparks Sihlwald bewundern. Die breite Sihlwaldstrasse führt uns anschliessend in die eigentliche Kernzone des rund 800 Hektaren grossen Schutzgebietes. Schon bald verlassen wir die Waldstrasse nach rechts und folgen dem Kiesweg, der sich den bewaldeten, steilen Hang hinaufwindet. Vor dem Kamm erreichen wir den Albishornweiher mit seinen Amphibien und Ringelnattern, kurz danach das Restaurant Albishorn, von wo aus wir eine umfassende und grossartige Rundsicht geniessen. In mehreren Schlaufen senkt sich nun der Weg zum Dorfteil Heisch von Hausen am Albis, der eine ganze Reihe sehr gut erhaltene Riegelbauten aufweist. Über die Heischer Allmend und den Farbüel erreichen wir das vielbesuchte Seleger Moor mit seinen sehenswerten Rhododendren- und Azaleenkulturen. Vom Seleger Moor gelangen wir zur freien Moränenkuppe der Egg, die uns eine wundervolle Rundsicht gewährt von den Glarner Alpen im Osten bis zum Lindenberg im Westen. Direkt vor uns überblicken wir das Dorf Ober-Rifferswil, das sich in das Tal des noch jungen Jonenbachs schmiegt. Wir verlassen das überaus schmucke Dorf in Richtung Westen und wandern über die sanft geformte Moränenlandschaft nach Wissenbach. Hier treffen wir auf eine grossartige, historische Gebäudegruppe. Wir folgen dem Wanderweg und überschreiten nach ein paar hundert Metern den Haselbach auf einer eindrücklichen Steinbrücke aus dem 18. Jahrhundert, über deren Vorgänger schon der historische Verkehrsweg von Zürich nach Luzern führte. Leicht ansteigend erreichen wir die Anhöhe, von der aus wir in der Talmulde des Haselbaches unser Wanderziel Knonau erblicken.

Adliswil
— Hedigen
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Albisquerung
Bereits die ersten Wanderwegtafeln beim Bahnhof Adliswil informieren uns über den steilen Aufstieg zur Felsenegg. Nach kurzer Wanderzeit stehen wir bei der Talstation der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg (LAF) vor der Entscheidung: fahren oder wandern? Der Aufstieg zu Fuss folgt nach der Seilbahnstation zuerst dem Rellstenbach, taucht in den Wald ein und führt dann sehr steil auf dem Grat aufwärts an einigen senkrechten Sandsteinfelsen entlang, die den Namen Felsenegg dokumentieren. Auf der Terrasse des Restaurants Felsenegg bietet sich uns eine prächtige, weite Sicht auf die Stadt Zürich, das Sihltal, den Zürichsee, das Zürcher Oberland, den Säntis und die Glarner Alpen. Von der Felsenegg gelangen wir auf leicht abfallendem Wanderweg zum schönen Weiler Hinter Buechenegg, der bereits zur Gemeinde Stallikon gehört, und steigen auf einem Kiesweg nach Tägerst hinunter. Dort folgen wir vorerst der Reppischtalstrasse bis zur nächsten Bushaltestelle,wo wir rechts zum Hof Wolfen abbiegen. Eine Landwirtschafts- strasse lässt uns fast mühelos zum Müliberg hochsteigen. Im Weiler Müliberg zweigt unser Weg nach Hedingen rechts ab, Bus und Restaurant liegen nicht direkt an der Wanderroute. Durch Feld und Wald erreichen wir, nachdem wir dem Waldrand entlang gewandert sind, bei Eggmoos eine Weggabelung: Nach links führt uns der Weg via Hedinger Weiher, der einst Energiespender einer Mühle und einer Sägerei war, zum Bahnhof Hedingen. Nach rechts gelan gen wir nach kurzem Aufstieg und über ein asphaltiertes Wegstück zum natürlichen, traum haften Feldenmastobel. Über viele Treppen, Rampen, Stege und Brücklein führt der Weg hinunter zum Dorf. Nach dem Austritt aus dem Tobel stehen wir bereits bei den ersten Häusern von Hedingen und geniessen den Blick auf die Dächer der Siedlung und die zwischen 1510 und 1513 erbaute Kirche mit ihrem schönen Käsbissenturm.

Zürich Wollishofen
— Horgen
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Zürichsee
Der langgezogene Zimmerbergrücken in den stadtnahen Gemeinden ist schon lange zum bevorzugten Wohngebiet geworden. Deshalb führen die wenigen Wanderwege oft auf asphaltierten Strässchen durch gartenreiche Eigenheimquartiere. Möchte man aus der Stadt diesen ersten Teil umgehen, so können am Bürkliplatz die Buslinien 161 (bis KircheKilchberg) oder 165 (bis Nidelbad, Haltestelle Rüschlikon Belvoir) bestiegen werden. Der eigentliche Ausgangsort der Wanderung ist die Tramendstation Wollishofen. Nach kurzer Zeit auf Trottoirs führt ein gepflegter Kiesweg über einen sanften Moränenrücken mit freier Sicht auf den Zürichsee. Danach folgen wir dem Wanderweg durch ruhige Wohnquartiere, bis wir die Kirche Kilchberg erreichen. Nach dem Friedhof führt uns der Weg auf einen Aussichtshügel und alsdann durch noch unverbaute Wiesen und Felder und weiter zum bekannten «Park im Grüene». Wieder durchwandern wir Wohnquartiere, bis wir das Restaurant Etzliberg mit Gartenrestaurant an grossartiger Aussichtslage erreichen. Am weiterführenden Höhenweg mit seinerpracht vollen Aussicht orientiert eine Panoramatafel eingehend über die Namen der vielen Berggipfel und Dörfer. Nach der Überquerung der Gattikerstrasse wandern wir durch den Bannegg-Wald und er- reichen nach einem kurzen Abstieg den Waldrand oberhalb Thalwil, wo wir wieder die freie Sicht auf den Zürichsee und den Pfannenstiel geniessen. Wir folgen nun den Wegen, vor wiegend dem Waldrand entlang und meist ansteigend bis zum Aussichtspunkt Äbnet. Die ebene Wiesenkanzel mit Bänken, Tischen, Feuerstelle und Brunnen unter drei grossen Linden liegt ziemlich genau oberhalb der Biegung, die den Zürichsee etwa in seiner Mitte kennzeichnet, weshalb die Aussicht seeauf- und abwärts von Rapperswil bis Zürich offen und überwältigend ist. Auf gleicher Höhe führt der Weg vom Äbnet weg und senkt sich später durch ein Industriequartier zum Bahnhof Horgen Oberdorf. Steil abwärts, am Friedhof vorbei, steigen wir hinab zum Bahnhof Horgen. Wer mit dem Schiff weiterreisen möchte, geht unter den Geleisen hindurchzur nahegelegenen Schiffstation.

Zürich Leimbach
— Sihlwald
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Sihluferweg
Vom Bahnhof Zürich Leimbach erreichen wir in wenigen Minuten über den Leimbach-Steg daswertvolle Naherholungsgebiet am rechten Sihlufer. Jenseits der Sihl dehnt sich das noch zur Stadt Zürich gehörende Quartier Leimbach aus, und am Albiskamm leuchtet der grossartige Erosionstrichter der Falletsche auf. Wir wandern auf der rechten Sihluferseite an der ARA (Abwasserreinigungsanlage) Sihltal, die das geklärte Wasser hier der Sihl übergibt, vorbei, und gelangen bereits nach der nächsten Flussbiegung zu der grosszügig konzipierten Sportanlage Tüfi von Adliswil. Der Uferweg führt uns durch die rechtsufrige Kernzone der heutigen Stadt Adliswil. Etwas später stossen wir auf den mächtigen Gebäudekomplex der 1935 stillgelegten Seidenstoffweberei. Sie nutzte einst die Wasserkraft der Sihl. Heute sind verschiedene Handwerks- und Gewerbebetriebe in denalten Werkhallen untergebracht. Unser Uferweg taucht nun nach der Gemeindegrenze in den Wald ein und passiert bald den Stirnemann-Steg (hier können interessierte Besucher zum Ost-Eingang des 80 Hektaren grossen Wildparkes Langenberg gelangen). Wir wandern weiter unter den schatten- spendenden Bäumen, bis wir die Eisenbahnbrücke erreichen, auf der die Sihltalbahn die Sihl überquert.Hier könnte der Bahnhof Langnau am Albis angesteuert werden, falls die Wanderung hier enden soll. Nach einer kurzen Umgehung eines Industiergeländes gelangen wir wieder auf den Sihluferweg. Das letzte Etappenstück führt uns fern jeder Siedlung durch das ruhige Waldtal neben dem rauschenden Wasser dahin. Eine hölzerne Fussgängerbrücke weist uns den Weg direkt durch das Naturzentrum zum Bahnhof Sihlwald.

Courgenay
— St. Ursanne
• JU
Ajoie
Wir starten unsere Wanderung in Courgenay. Dieses abgelegene Dorf erstreckt sich in einer weiten Niederung südlich der Allaine in der Ajoie am Nordfuss des Kettenjura. Courgenay erlangte im Ersten Weltkrieg Bekanntheit durch ein Volkslied, das Gilberte de Courgenay, der damaligen Wirtstochter im Hôtel de la Gare, gewidmet war und ihrer Freundlichkeit gegenüber den damals in der Ajoie stationierten Soldaten ein Denkmal setzte. Nachdem wir den Ort hinter uns gelassen haben, geht es auf bequemen Waldwegen aufwärts bis zur Vacherie Mouillard. Nun folgen wir einem aussichtsreichen Höhenweg, der uns über den Passübergang Col de la Croix zum Weiler Outremont führt. Über den anfangs etwas steilen Abstieg gelangen wir hinunter nach St-Ursanne. Diese historiche, mittelalterliche Kleinstadt im Herzen des Jura liegt im engen Tal des Doubs und lädt uns mit ihrem malerischen Stadtbild zum Bummel ein. Kloster, Stiftskirche und ein Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert zeugen von einer grossen Vergangenheit. Es folgt ein letzter Aufstieg zum ausserhalb des Ortskerns gelegenen Bahnhof, von wo wir unsere Heimreise antreten.

Birmensdorf
— Dietikon
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Unter Reppischtal
Die Wanderung führt vom Bahnhof Birmensdorf in westlicher Richtung aus dem Knonauer Amt hinaus. Nach wenigen Minuten entlang der Autostrasse überqueren wir die Reppisch und biegen gleich nach der Brücke rechts auf einen schmalen Uferweg ein. Bereits nach den letzten Häusern des Dorfes stehen wir vor den neuen Kasernenbauten Zürich Reppischtal. Beim Bau des ausgedehnten Waffenplatzes nahm man besondere Rücksicht auf den grossen Wert des unteren Reppischtales als Naherholungsgebiet, wovon einige schön gestaltete Biotope zeugen. Der Uferweg führt unter dem Autobahn-Viadukt der Westumfahrung von Zürich hindurch und wechselt vor der Kläranlage auf die rechte Flussseite im engen Tal. Nun steigt ein Waldsträsschen leicht an und führt uns längs des steilen Westhanges der Egg zum Weiler Unter Reppischtal. Nach einem kurzen sonnigen Abschnitt taucht die Naturstrasse in den geschützten Foren-Wald ein und schlängelt sich am Abhang des Honeret weiter west- und danach eine knappe halbe Stunde nordwärts bevor der Weg steil abwärts zum Reppischhof führt. Wir folgen nun dem überaus reizvollen Brüggliweg, der in vielen Windungen am imposanten Steilufer der Reppisch entlang führt. Besonders eindrücklich können wir hier die gewaltige Erosionskraft eines Baches erleben, wie er in der äusseren Krümmung einer Schlaufe den Hang unterhöhlt und ihn stetig zum Abrutschen bringt. Im Grunschen, einem flachen Boden in einer Mäanderschlaufe der Reppisch, hat die Stadt Dietikon einen grosszügigen Rast- und Spielplatz eingerichtet. Am einstigen langgestreckten Fabrikweiher erfreuen wir uns an den vielen Wasservögeln. Das letzte Teilstück unserer Wanderung führt der gelben Signalisation nach der Reppisch entlang durch das in den letzten Jahren rasant gewachsene Dietikon. Bei der Kirchstrasse verlassen wir die Reppisch, die uns auf der ganzen Wanderung begleitet hat, biegen nach rechts ab und erreichen in wenigen Minuten den Bahnhof Dietikon.

Uetliberg
— Sihlbrugg
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Albis
Die rund 20 Kilometer lange Albiskette ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet. Der Gratweg mit seinen Rastplätzen, Aussichtstürmen und Berggasthäusern gilt weit und breit als meist begangener Wanderweg. Die rund sechsstündige Wanderung beginnt an der Bergstation der Uetlibergbahn. Schon kurz nach der Station überrascht uns am Wegrand das Modell der Sonne, als grosse gelbe Kugel auf einem Ständer thronend. Hier beginnt der Planetenweg, den wir mit dem Aufstieg über den Uto Kulm mit gewaltigem Panorama, Aussichtsturm und Restaurant kurz verlassen, der uns aber sonst bis zur Felsenegg begleitet. Der Abstieg vom Uetliberg-Gipfel führt über viele Treppenstufen hinunter zur Gratsenke, wo der alte Ämtlerweg von Sellenbüren nach Zürich hinüber führt. Etwas später öffnet sich der Blick nach Osten, wir stehen an der Kante des grössten Erosionstrichters der Albiskette, der Falletsche. Unser Weg senkt sich nun leicht zum Berghaus Balderen und steigt danach, den Planetenweg verlassend, wieder leicht an bis zur ehemaligen Burg Balderen und zur Bergstation der einzigen Luftseilbahn im Kanton Zürich, der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg (LAF). Vorbei am Restaurant Felsenegg, mit der eindrucksvollen Sicht auf den Zürichsee, wandern wir durch Tannenwald zur Buechenegg, wo die schmale Strasse von Langnau her ins Reppischtal führt. Der Weg steigt nachher wieder leicht an und führt fast 2 Kilometer durch prachtvolle Waldungen, bis wir abwärtsschreitend auf den offenen Einschnitt des Albispasses treffen. Wir haben auf dem Albispass die Hälfte un serer Wanderung absolviert, die Bushaltestelle bietet die Möglichkeit, Busse nach Langnau oder Hausen am Albis zu besteigen. Eine leicht ansteigende Naturstrasse bringt uns zum Aussichtsturm auf der Hochwacht und über den Burghügel der Ruine Schnabelburg zur Schnabellücke. Den darauf folgenden recht steilen und steinigen Aufstieg zur höchsten Erhebung des Albiskammes, dem 915 m hohen Bürglenstutz, müssen wir uns verdienen. Auf dem bewaldeten Bergrücken führt uns der Gratweg zum Albishorn mit seinem Gasthaus, wo wir nochmals die eindrückliche Aussicht geniessen können. Wir ziehen weiter auf dem schmalen Gratweg und Waldwegen zum Schweikhof und danach über offenes Gelände und dem Talbach entlang bis nach Sihlbrugg.

Zürich Milchbuck
— Zürich Burgwis
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Zürichberg
Bei der Tram- und Busstation Milchbuck, dem Übergang von der Stadt ins Glatttal, betreten wir nach wenigen Schritten die ausgedehnten Parkanlagen der Universität Zürich-Irchel, deren wunderbare Naturlandschaften sich lohnen, erforscht zu werden. Von der imposanten Aussichtskanzel auf dem höchsten Punkt der Grünanlage geniessen wir die Aussicht: Nach Westen füllt die Grossstadt das breite Limmattal zwischen Uetliberg und Chäferberg, nach Norden greift sie tief ins Glatttal hinein, im Süden sieht man über den Zürichsee bis zu den Glarner Alpen. Auf einem steilen Stufenweg am Resiweiher vorbei steigen wir das kleine Tobel hinauf, wo an einer Waldwegkreuzung eine grosse Schutzhütte mit Feuerstellen, Ruhebänken und ein idyllisches Waldweiherchen zum Verweilen einladen. Über die Wegkreuzung Zürichberg, wiederum an einem der zahlreichen schönen und gepflegten Rastplätze vorbei, wandern wir in Richtung Allmend Fluntern, wo sich der Blick über das Quartier Fluntern zum See und bei sichtigem Wetter bis zum Alpenkranz öffnet. Über bequeme Wege erreichen wir das Wellenbad und die Kunsteisbahn Dolder, deren erste Bauten 1930 erstellt worden sind. Nach der Umgehung dieses Geländes führt uns ein breites Waldsträsschen direkt zum liebevoll gepflegten Restaurant Degenried. Vom Degenried aus könnte man in 20 Minuten auf direktem Weg nach Hirslanden zur Tramstation Klusplatz absteigen. Wir aber folgen dem Wanderweg ins Stöckentobel. Im romantischen Tobel verlassen wir den Witikerweg und steigen dem Elefantenbach nach abwärts durch den wilden Schluchtwald über vermooste Brücklein. Und dann die Überraschung: Da steht wahrhaftig, mitten im Bachbett, ein grosser, steinerner Elefant, der Wasser aus dem Rüssel sprudeln lässt. Der erste Elefant wurde bereits 1898 vom Verschönerungsverein Zürich geschaffen und gibt seitherdem Gewässer im Stöckentobel seinen heutigen Namen. Danach führt uns der Weg weiter dem Elefantenbach entlang abwärts, bei der Schleife unter der Witikonerstrasse hindurch zur Tramhaltestelle in der Burgwis. Auf der anderen Strassenseite bewundern wir noch die prachtvolle, geschlossene Gebäudegruppe der Mühle Hirslanden.

Hedingen
— Obfelden Alte Post
• ZH
Am Wasser: Reuss
Der Wanderweg führt aus dem Dorf Hedingen durch flaches Ackerland zur ARA Zwillikon. Dann verläuft er durch Wald und Lichtungen, teils nahe am Flüsschen Jonen, teils auf und ab am Hang zur Wallfahrtskirche Jonental, einem kreuzförmigen Barockbau. Sehenswert sind auch die Skulpturen in der Pfarrkirche des Dorfes Jonen. Dort stehen einige schöne Freiämterhäuser mit den typischen Klebdächlein über den Fenstern der Giebelfront. Der Freiämterweg folgt weiter dem Flüsschen, jedoch nicht bis zur Mündung, denn der Reussuferweg musste wegen Erosion gesperrt werden. Er wurde verlegt an einen verlandeten Altlauf, durchquert diesen, führt durch Auenwald zur ARA Jonen-Ottenbach und um diese herum. Die Reuss erreichen wir endlich über einen Kanal, der in sie mündet. Zwischen diesen beiden Gewässern verdecken Bäume und Sträucher die Sicht, doch das ändert bald. Silberweiden neigen sich weit über den Fluss und strecken dichte Büschel rötlicher Wurzeln ins Wasser. Bei der Ottenbacher Brücke hat man die Wahl zwischen dem Gasthaus und einer Rast auf Bänken unter dem Dach des Pontonierhauses. Unser Weg verläuft nun direkt am sonnigen Ufer, dann taucht er wieder in den Auenwald ein. Beim Punkt 384 wird durch ein Streichwehr Wasser in den oben erwähnten Kanal abgezweigt (Lehrtafel). Es folgt eine parkartig ausgelichtete Partie mit Feuerstellen. Dort wo der Ämtlerweg den Fluss verlässt, lohnt es sich, noch 350 m der Reuss zu folgen, denn bei der Brücke Rickenbach lockt eine grosse Kiesbank mit Feuerstelle zum Verweilen (Variante). Zurück zum Ämtlerweg, der zur Bushaltestelle Rickenbach führt und nach einem kurzen Stück auf der Strasse wieder rechts abzweigt. In der grossen Kiesgrube links vom Weg wird Müll sortiert und Kompogas hergestellt. Dem Wegweiser Richtung Oberlunnern folgend erreichen wir den Lindenbach. Dieser überrascht durch seine unverbaute Natürlichkeit. Prallhänge an den Aussenseiten der Kurven zeigen Moränenmaterial oder Mergelschichten. Im Bachbett bilden härtere vorstehende Sandsteinschichten Stufen, über die das Wasser in tiefe Kolkbecken stürzt. Rechts vom Weg befindet sich eine grosse Obstplantage, danach folgen Brücken und eine Feuerstelle mit Bänken. Ein erfreulicher Abschluss der abwechslungsreichen Wanderung! Dank guter Signalisation ist der Weg zur Bushaltestelle in Obfelden leicht zu finden.

Uster
— Pfäffikon
• ZH
Am Wasser: Pfäffikersee
Vom Industriepfad (IP), der von Niederuster bis Bauma führt, sind hier nur wenige Stationen erwähnt. Wir erreichen ihn durch die Bahnhofstrasse beim Aabach am Fusse des Schlosshügels, wo die ersten Spinnereien entstanden. Dem Bach folgend gelangen wir zur Brauerei, einem Backsteinbau mit Kamin. Durch die Fenster kann man die Kupferkessel sehen (jenseits der Brücke links eine Gruppe von Skulpturen). Weiter dem Bach entlang und über die nächste Brücke, dann links zur mächtigen ehemaligen Fabrikhalle, die nach 1983 zur sehenswerten Wohnsiedlung «Arche Nova» mit begrüntem Innenhof umgebaut wurde. Bachaufwärts eine Reihe von Vorarbeiter- und Arbeiterhäusern, dann die moderne Siedlung «Insel» und zwei Feuerwehrspritzenhäuschen (mit Türmchen und altem Spritzenwagen). Von der dortigen Brücke steigt der IP an, zunächst auf der Strasse, dann im Wald am Fusse einer Nagelfluhfelswand verlaufend zur 1860 erbauten Wasserkraftanlage am südlichen Hang des Aabachtales. Vom Filterhaus oberhalb der Druckleitung (Tafel 19) folgen wir dem Kanal, der durch Stollen hergeleitet wird. Der IP führt dann wieder hinab zur Bahnlinie und folgt dieser bis zum Stolleneingang. Dort überquert er ein Brücklein und biegt ab in den Graben neben dem Bahndamm. Bei der Station Aathal (Tafel 21) verlassen wir den IP und steigen auf nach Seegräben. Die Aussicht auf den Pfäffikersee und die Alpen vom Mürtschenstock bis zum Tödi geniesst man am besten beim Kürbisbauernhof mit Selbstbedienungsrestaurant. Der Weg durch den Obstgarten führt zu einem Badehäuschen. Dann geht’s dem Seeufer entlang zum Ausfluss des Aabachs. Wer das Innere des Robenhuserriets erkunden will – es gibt dort Stellen mit Hochmoorvegetation (Torfmoos, Besenheide, Moosbeere) – kann kurz nach der Brücke abzweigen und dann wieder umkehren oder nach Robenhausen weitergehen. Der Uferweg führt zum Strandbad Auslikon. Dort entfernt er sich vom See und verläuft am Rand des Naturschutzgebietes zum Römerkastell Irgenhausen. Es lohnt sich, den Hügel mit der quadratischen Festung (2.–4. Jh.) zu besteigen. In Pfäffikon lädt eine schöne Uferanlage mit Kiosk, Panorama und Biotopen zum Verweilen ein. Die Kirche ist sehenswert (Fresken 1488, Chorfenster).

Rheinau
— Schaffhausen
• ZH
Am Wasser: Rhein
Auf dem Platz vor der barocken Stiftskirche (1704-1711) sind ein Stammquerschnitt einer Silberpappel, eine Zeder und zwei Mammutbäume bemerkenswert. Das Kraftwerk staut den Rhein bis nahe zum Rheinfall. Der Wanderweg auf der Schweizer Seite verläuft auf und ab durch den bewaldeten Steilhang. Im Bachbett des Höllbachs kann man Schwellen aus Kalktuff sehen, die das Wasser zu Becken aufstauen. Am Ende einer Pferdeweide führt der Weg hinunter zum Picknickplatz am Rhein mit Sitzgelegenheiten und Grill. Noch bequemer ruht man bei der Badi von Dachsen. Am Kiosk sind Tickets für die Badebecken erhältlich, das Schwimmen im Rhein ist gratis. Ab hier folgt der Weg dem Fluss, meist schmal auf einer Uferschutzmauer aus Kalkblöcken, daher für Kinderwagen und Velos nicht geeignet. Enten und Schwäne schwimmen in der schwachen Strömung. Wer direkt zum Schloss Laufen will, bleibt auf der Ostseite. Schöner ist das Erlebnis des Rheinfalls, wenn man den Steg nach Nohl überquert. Das kleine Dorf gehört zur Gemeinde Uhwiesen, mit der es nur eine Strasse über Neuhausen verbindet. Bald ist immer mehr von den brausenden Wassermassen zu sehen, bis sich beim Schloss Wörth der Fall in der ganzen Breite mit seinen Felsen präsentiert. Beim Aufstieg lässt er sich auch noch von der Seite und von oben betrachten. Über die Eisenbahnbrücke erreicht man das Schloss Laufen (Eintritt und Zugang zum Rheinfall kostenpflichtig) und die Bahnstation (Aufhebung geplant). Auf breitem Weg gehts durch Wald nach Flur lingen, wo die Brücke zum Bahnhof Neuhausen führt. Auf der Zürcher Seite bleibend findet man im Dorf mit Riegelhäusern schmale Wege, die von der Strasse weg zu zwei langen Liegewiesen am Rhein führen. Am Nordende der zweiten gibt es sogar eine Bucht mit Sandstrand. In Schaffhausen lohnt es sich, von der zum Bahnhof führenden Strasse abzuzweigen in die Altstadt. Am Fronwagplatz und an der breiten Gasse «Vorstadt» sind besonders schöne Häuser mit Erkern und Malereien, und zahlreiche Gaststätten (auch eine italienische Gelateria) laden zum Einkehren ein.

Rämismühle-Zell
— Winterthur Töss
• ZH
Am Wasser: Töss
Wegen des starken Gefälles und Waldrodungen gab es oft katastrophale Überschwemmungen.1877–1895 wurde die Töss korrigiert mit seitlichen Dämmen und Steinmantelsperren im Flussbett, welche die Erosionskraft brechen. Am Fuss dieser Schwellen bilden sich Wasserwalzen, die Badende in den Tod reissen können. Bei langer Trockenheit ist oft nur noch an diesen Stellen Wasser zu sehen (Grundwasseraufstösse). Wegen der unberechenbaren Wasserführung wurde zwischen Wila und Winterthur zur Nutzung der Wasserkraft ein Kanalsystem mit Ausgleichsbecken gebaut. Der «Wasserlehrpfad Töss 1991» erklärt auf blauen Tafeln viel Wissenswertes. Der Tössuferweg ist fast durchgehend belagsfrei und breit. Er verläuft oft auf dem Damm. Unterhalb Rämismühle wird der Durchfluss gemessen, kurz vor der Brücke, wo der Weg aufs linke Ufer wechselt. Wo die Töss sich dem Steilhang nähert, ist das grösste Ausgleichsbecken, das Naturschutzgebiet Himmerichweiher (Wasservögel). Man kann ihn umwandern. In Rikon steht links neben der Metallwarenfabrik Kuhn ein altes Haus (1627) mit Glockentürmchen. Nach der nächsten Kurve der Töss entfernt sich der Weg vom Fluss und folgt dem wasserreichen Kanal am Steilhang zum Naturschutzgebiet Au. Durch das Auenwäldchen zweigt rechtwinklig ein Weg ab zum Kanal mit Brücke und Schleusen. Die Wanderung verläuft links dem Kanal entlang zum imposanten Aquädukt (Lehrtafel). Mutige können die Töss hier auf einem Schwemmsteg (Lehrtafel) überqueren und auf dem rechten Ufer weitergehen zur Strassenbrücke. In Kollbrunn hat die ehemalige Spinnerei einen Stausee. Der Wanderweg folgt jedoch der Töss bis Sennhof. Kurz vor dieser Siedlung wird der Kanal durch einen Düker unter dem Fluss durchgeführt. Über die Sennhofbrücke nehmen wir die Abkürzung längs dem Kanal am linksseitigen Berghang, wo der steile Brüelbach kurz vor der Kyburgbrücke Sandstein- und Mergelschichten freigelegt hat. Nachher folgt der Wanderweg auf dem rechten Uferdamm der Töss, die hier – in der Grossstadt Winterthur! – durch den stillen Wald rauscht, ohne Motorenlärm. Bei der Mittleren Au wurde der Fluss renaturiert, das Flussbett erweitert. Beim Ritplatz lädt eine Waldschenke zum Einkehren ein. Von der Haltestelle Töss im gleichnamigen Industriequartier fahren Trolleybusse zum Hauptbahnhof Winterthur.

Dübendorf
— Mönchaltorf Mönchhof
• ZH
Am Wasser: Greifensee
Im Zentrum der Stadt Dübendorf überrascht die Glatt mit renaturierten Ufern, sogar Graureiher fühlen sich hier wohl. Oberhalb des Wehrs, das einen Teil des Wassers in einen Kanal ableitet, beginnt der «Bibelweg» (Tafeln zu historischen Fakten). Bäume und Sträucher begleiten die Glatt bis zum Regulierungswehr am Ausfluss aus dem Greifensee. Am Westufer sind grosse Naturschutzgebiete abgegrenzt, die Sicht auf den See durch dichte, hohe Hecken behindert. Der Weg Richtung Uster verläuft hingegen zunächst auch durch geschütztes Ried, jedoch mit wenig Sträuchern. Ein Holzsteg führt zu einer Plattform mit Alpenpanorama. Weiter durch Ried und Wäldchen zur Badi Greifensee (freier Eintritt, Feuerstelle, kein Kiosk). Der nächste Ort für einen längeren Aufenthalt ist das winzige, 1444 zerstörte Städtchen Greifensee mit Burg und gotischer Kirche mit unregelmässiger Form und Sterngewölbe. Der Wanderweg biegt nach der Kirche ab zu einer Wiese am See, dann verläuft er nahe bei der Strasse, was aber wenig stört, denn er ist abwechslungsreich: Ried mit Holzsteg zu Plattform im See mit Bänken, Lehrtafeln, schöner Mischwald mit Totholz, links im Steilhang Sandsteinfelswand. Nach der Brücke über den Aabach grosse Liegewiese mit Bänken, Feuerstellen, Kiesstrand. Auf der folgenden Strecke mit Baumgruppen und Wald bieten sich immer wieder Zugänge zu kleinen Stränden zwischen Uferpartien mit Schilf und Sträuchern. Betriebsamer ist es bei der Schifflände Niederuster mit Restaurant, Bushalt und grossem Strandbad. Dann verläuft der Uferweg wieder in einem Waldstreifen, ganz nahe am Wasser mit vielen Einstiegmöglichkeiten. Picknickplätze mit Tischen und Feuerstellen. Erst kurz vor Riedikon muss man den See verlassen. Am südlichen Dorfausgang werden frische Fische verkauft. Ein Nest auf einer geköpften Pappel und später eine Lehrtafel verraten, dass hier im Ried oft Störche und Reiher zu beobachten sind. Von der Bushaltestelle Kies (Chis) kann man nach Uster fahren, oder die Wanderung fortsetzen zum Aabach und diesem entlang nach Mönchaltorf. Erwähnenswert auf dieser Strecke: Die Teiche bei der Brücke, die Naturstation «Silberweide» mit Restaurant und die «Knopfli-Schlinge» (einziger Altlaufrest am begradigten Aabach). In der Kirche in Mönchaltorf kann eine schöne Holzdecke mit bemalten Flachschnitzereien (1522) besichtigt werden.

Buchberg Kirche
— Ossingen
• ZH
Am Wasser: Thur
Bei der Kirche Buchberg überblickt man die Ebenen an Rhein und Thur bis zum Randen und Cholfirst. Dem Rebberg entlang führt der Weg steil hinab zu den Riegelhäusern von Rüdlingen, das mit Buchberg zusammen eine Enklave des Kantons Schaffhausen im Kanton Zürich bildet. Jenseits des Rheins, beim Camping nördlich des Gasthofs Ziegelhütte, beginnt mit dem 2011 eröffneten Naturschutzzentrum die Wanderung längs den Flüssen Rhein und Thur. Oft hat man die Wahl zwischen einem schmalen Pfad nahe am Wasser und dem breiteren signalisierten Wanderweg, der etwas höher liegt. Nahe der Thurmündung weist eine Lehrtafel darauf hin, dass im Kerngebiet der Thurauen der Wanderweg verschoben wurde, um die Pflanzen und Tiere möglichst wenig zu stören. Er verläuft nun auf einem Holzsteg durch den Auenwald, dann auf dem Damm, der das Naturschutzgebiet (mit verlandeten alten Thurläufen) abgrenzt vom Ackerland. Nach dem Abbiegen in den Wald beim Thurhof wird auf einen Turm hin gewiesen. Dieser steht an der Thur und bietet einen Blick auf langgestreckte Kiesinseln, die als Nahrungs- und Nistplätze für Watvögel (z.B. Flussregenpfeifer) wichtig sind. Etwas flussaufwärts überqueren wir die Thur und folgen am Nordufer einem Eisvogel-Lehrpfad. Seit die Ufermauern entfernt wurden, können diese bunten Vögel wieder Bruthöhlen im Lehm und Sand an erodierten Steilufern graben. Der Wanderweg führt durch ausgelichteten Wald, dann wieder an den Fluss und erreicht an der Biegung Widen 355 eine beliebte Badestelle mit langem Kieselstrand. Der nächste Rastplatz mit Brunnen befindet sich am Fusse des Prallhanges, wo der Treppenweg nach Marthalen abzweigt. Bald werden die Reben am Schiterberg sichtbar, an eiszeitlichen Prallhängen. In Kleinandelfingen bei der Holzbrücke ist die Entscheidung fällig: Hinauf zum Bezirkshauptort mit altem Mühlrad und dem schönen Park des Landvogteischlosses? Oder weiter der Thur entlang, nach einer Rast beim Kiosk des Camping platzes? Unter den imposanten Brücken der Autobahn und Eisenbahn durch verläuft der Weg am sonnigen Nordufer neben Kiesstränden zur Chli Au. Hier zweigt der Weg ab durch ein kurzes Tobel hinauf zum Dorf Ossingen mit schönen Riegelhäusern.

Rüdlingen
— Kaiserstuhl
• SH
Kreuz und Quer: Grenzwanderung
Vom Weinbauerndorf Rüdlingen mit seinen Riegelhäusern steigen wir steil hinauf zur Kirche Buchberg, wo wir die Aussicht auf die Stromlandschaft von Rhein und Thur geniessen. Durch das Dorf, das wie Rüdlingen zum Kanton Schaffhausen gehört, gelangen wir zu einem Weiher,wo der Treppenweg durch den Hummelbergwald beginnt. Am Tobelhang sieht man waagrechte Sandstein- und Mergelschichten. Mit Aussicht auf den Rhein verläuft unsere Route – nun im Kanton Zürich – dem oberen Rand der Rebberge entlang, bis er mit Kehren nach Eglisau hinunter führt. In einem stattlichen Weinbauernhaus beim Eingang ins mittelalterliche Städtchen ist ein Ortsmuseum eingerichtet worden. Auf der Brücke erkennt man, dass der Rhein gestaut ist (8 m höher – eine Häuserzeile wurde geopfert). Am linken Rheinufer verläuft der Wanderweg zuerst am Waldrand hoch über dem Fluss, später kommt er dem Wasser näher. Beim Weiler Rheinsfelden erheben sich vor uns die mächtigen Schleusen und das Maschinenhaus des Kraftwerks. Von der ansteigenden Strasse biegen wir in den Hangwald ein. Es folgt ein reizender Fussweg, der in stetem Auf und Ab rheinabwärts führt. Von einem Rastplatz mit Ruhebänken aus geniesst man einen schönen Blick auf Hohentengen am deutschen Ufer. Am tiefsten Punkt des Kantons Zürich (332 m) überqueren wir die Grenze zum Kanton Aargau, und über einen Promenadenweg erreichen wir die Zollbrücke in Kaiserstuhl. Die steile Hauptgasse führt durch das hübsche Städtchenzur Bahnstation hinauf.

Start point
— Wald
• ZH
Kreuz und Quer: Hüttchopf
Nach einem flachen Kilometer auf Hartbelag bis zur Talgabelung beginnt der Bergweg, der steil zur Oberen Schwändi aufsteigt und später dreimal den längsten Skilift des Kantons Zürich kreuzt. Dann traversiert er den steilen Osthang des Hasenböl. Wenn wir uns dem Sattel«Tannen» nähern, sehen wir den kahlen Hüttchopf vor uns. Teils im Wald, teils über Weiden mit Birken und Föhren steigen wir den Nordgrat empor. Wer die letzten (pfadlosen) 100 m Anstieg scheut, kann längs des Westhanges zur Alp Überzütt wandern, verpasst aber die schönste Aussicht ins dicht bewaldete Quellgebiet der Vorderen und Hinteren Töss, zum Säntis und imNorden bis zum Bodensee. Von Überzütt führt der Weg durch den Osthang der Brandegg zum Bergrestaurant Scheidegg. Die prachtvolle Aussicht auf Zürich- und Obersee, den Alpenkranz vom Säntis bis ins Berner Oberland, in den Jura und den Schwarzwald lädt zu einer längeren Rast ein. Der Abstieg verläuft über den Grat des Josenberges, dann über den sonnigen Abhang zum Weiler Oh und hinunter ins Sagenraintobel. Eine kurzweilige Wanderung dem Schmittenbach entlang schliesst sich an. So gelangen wir zur Kirche und über den Dorfplatz zum Bahnhof Wald.

Uetliberg
— Albispass
• ZH
Kreuz und Quer: Albisgrat
Schon kurz nach der Bahnstation beginnt der Planetenweg durch unser Sonnensystem; 1 m Weg entspricht 1 Mio km. Wir steigen auf den Uto Kulm mit dem Aussichtsturm und dem erneuerten Hotel-Restaurant. Der Abstieg führt über Treppen durch die bizarren Formen der Deckenschotterkappe (aus gletschernahen Ablagerungen der eiszeitlichen Flüsse). In der Grat senke kreuzen wir den Weg von Sellenbüren nach Zürich. Etwas später öffnet sich der Blick nach Osten; wir stehen an der Kante des grössten Erosionstrichters der Albiskette, der Falätsche. Man erkennt gut die waagrechten Schichten: den gelblichen, im nassen Zustand plastischen Mergel und den härteren Sandstein. Unser Weg senkt sich nun leicht bis zum Berg haus Balderen. An der tiefsten Einsattelung im Albisgrat bietet sich der kürzeste Abstieg ins Sihltal an. Wir biegen vom Planetenweg ab und steigen auf den Grat zum Ruinenhügel der Burg Balderen, die 1268 von den Zürchern zerstört wurde. Weiter auf dem Grat kommen wir am Antennenturm und an der Bergstation der einzigen Zürcher Luftseilbahn vorbei (als mögliche Abkürzung nach Adliswil) zum Bergrestaurant Felsenegg. Von der Terrasse aus ist der Blick ins Sihltal und auf den Zürichsee eindrucksvoll. Von der nächsten Kuppe oberhalb des Weilers Hinter Buechenegg sind der langgezogene Rücken des Lindenberges und die Juraketten gut zu erkennen. Beim Sattel Buechenegg-Näfenhüser locken drei Raststätten zur Einkehr. Der Weg steigt nachher wieder leicht an bis zum höchsten Punkt unserer Wanderstrecke (895 m) und führt durch prachtvolle Waldungen zum offenen Einschnitt des Albispasses. Dieser wichtige Übergang in die Innerschweiz war im 18./19. Jh. mit Kutschen befahrbar, doch mussten die Reisenden an steilen Stellen aussteigen.

Dielsdorf
— Otelfingen
• ZH
Wandertrophy 2025: Boppelsen
Der steile Aufstieg durch Gärten und Reben nach Regensberg führt an einem grossen Steinbruchvorbei. Der Lägerenkalk vom östlichsten Juragrat enthält oft Fossilien und ist beliebt für Trockenmauern. Durch das ehemalige Osttor des Hügelstädtchens Regensberg betretenwir den Hof der Oberburg, umrahmt von gepflegten Häusern, die einst die Ringmauer bildeten. Der Sodbrunnen (mit Beleuchtung) ist 57 m tief, der besteigbare Rundturm 21 m hoch. Links vom Schloss führt ein Tor in die Unterburg. Dort wählen wir nicht den Jurahöhenweg,sondern den Baderweg (Badenerweg), der zuerst auch ansteigt, dann fast eben durch den Wald verläuft und abwärts zieht in die Hangmulde von Boppelsen. Am Dorfplatz steht das schmucke ehemalige Schulhäuschen mit Glockenturm. Von der Hauptstrasse biegen wir bald in den Wald. An der Feuerstelle beim Waldaustritt blicken wir hinunter auf Otelfingen und über das Furttal auf Hüttikon am Fusse des Altberges. Wir steigen ab zur Untermühle mit Treppengiebel und folgen dem Dorfbach an stattlichen Riegelbauten vorbei zur Station Otelfingen.

Weisslingen
— Effretikon
• ZH
Tobel: Tätschtobel
Eine abwechslungsreiche Tobel-Halbtageswanderung auf signalisierten Wegen führt in die Landschaftskammer südlich Winterthur. Ausgangsort ist Weisslingen. Nach dem Siedlungsgebiet führt ein Wiesenweg steil hinauf zum Dickiwald und dann als Höhenweg Richtung Agasul, einem Ort mit einem erklärungsbedürftigen Namen. Vor diesem Zwischenziel blinken der Brauiweiher und bei guten Sichtverhältnissen aus der Ferne der Alpenkranz entgegen. Der Name des Weilers Agasul reicht zurück ins 8. Jahrhundert und bedeutet Schweinepferch des Ago; weil der Ort jedoch auch die Überlieferung einer Hirschtränke kennt, wählten dieOrtsbürger als Wappen einen stolzen Hirsch anstelle des profanen Schweines… Etwa eine Viertelstunde nach Agasul Richtung Illnau tauchen wir in den Wald zwischen Luckhausen und Horben ein, und beim Weiler Tätsch zeigt der Wegverlauf steil nach unten – unvermittelt stehen wir am Fusse eines Giessens, dem Tätschfelsen, und können dann un- seren Weg im schmalen Tobel fortsetzen. Wie andere Giessen auch, strahlt der Tätsch felsen im Winter oft als grandiose Eisskulptur den Wandernden entgegen. Sanft abwärts dem Hüener bach entlang, die Hauptstrasse und das Flüsschen Kempt (tiefster Punkt der Wande- rung) überquerend und wieder hinauf – das Zwischenziel Kirche Illnau ist erreicht. Die Kirche mit ihrem massigen Chorturm reicht ins 12. Jahrhundert zurück. Von den beiden je eine Stunde dauernden Wegvarianten nach Effretikon wählen wir die südliche über den Walter-Roderer-Weg, das Naturschutzgebiet Örmis und den Weiler Bisikon. Das nun folgende Büzenriet zwischen Bisikon und Effretikon ist heute ein grosses Familiengartenareal. Kurz vor dem Endpunkt Bahnhof Effretikon kann man bei der Ruine Moosburg (eine Gründung der Kyburger 1254, zerstört 1444) noch kurz in die Mittelaltergeschichte eintauchen.

Elgg
— Elgg Bahnhof
• ZH
Tobel: Farenbachtobel
Der nördliche Teil dieser Rundtour ist bekannt als Abschnitt der Wanderstrecke vom Bahnhof Elgg über den Schauenberg nach Turbenthal – einer vor allem zwischen Frühling und Herbst abwechslungsreichen Wanderung mit schönem Panoramablick vom Schauenberg aus. Ab der S-Bahn-Station orientieren wir uns an den gelben Schildern, die in südlicher Richtung zum Farenbachtobel und zur Guwilmühle weisen. Nach rund 20 Minuten erreichen wir bereits den Farenbach, und bald erfreuen wir uns am idyllisch gelegenen Fischgewässer mit dem einfachen Namen Weiher. Der gut ausgebaute Wanderweg führt nun kontinuierlich und einige Male die Bachseite wechselnd aufwärts zum Giessen unmittelbar vor dem Ausflugs restaurant «Guwilmüli», einem schmucken Bau mit Fachwerkgiebel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nun verlassen wir die Schauenberg-Route und treten via Sennhof nordwärts den Rückweg Richtung Schloss und Städtchen Elgg an. Kurz vor Burghof ist mit 650 m ü. M. der höchste Punkt der Rundwanderung erreicht, und eine prächtige Weitsicht in den Thurgau entschädigt für manchen Schweisstropfen. Das nahe Schloss Elgg, dessen Anfänge sich ins 12. Jahrhundert datieren lassen, befindet sich zwar in Privatbesitz, aber die benachbarte «Schlossschenke» lädt jedermann zum Verweilen ein. Noch eine gute Viertelstunde, und wir erreichen den Marktflecken Elgg. Die Gemeinde weist zu Recht auf ihre wechselvolle, lange Geschichte hin, war das Städtchen doch schon in römischer Zeit ein bedeutungsvoller Ort gewesen. Elgg erfreut sich deshalb vieler Traditionen: Neben dem heute noch bestehenden Markt gilt das Dorf mit 20 Wasserspendern als eines der brunnenreichsten. Und die «Elggermannen» werden dort mit Stolz noch so genannt, derweil sie im übrigen Kanton Zürich simple «Grittibänzen» sind! Eine letzte Viertelstunde Marsch, und die S-Bahn führt uns zurück in heimatliche Gefilde.

Burgwis
• ZH
Wandertrophy 2025: Elefantenbach
Das Werenbachtobel gehört zu den eindrücklichsten Tobellandschaften Zürichs. Es entstand im Laufe der letzten 10000 bis 15000 Jahre, nachdem sich der Linthgletscher gegen Ende der letzten Eiszeit aus der Gegend von Zürich zurückgezogen hatte. Ab Tramstation Burgwies beginnt der leichte, romantische Aufstieg durch das Weren- bachtobel. Wir folgen dem Bachlauf bis Trichtenhusen. Ein kleiner Abstecher (2 Min.) zum al- ten Müh le rad lohnt sich allemal. Die beiden Gasthöfe laden zum Verweilen ein. Die Lokalität Trichtenhusen wird erstmals 946 urkundlich erwähnt, und die dazugehörige Mühle besteht mit Sicherheit seit 1417. Weiter führt der Weg über die Strassenbrücke, dann nach links und steil hinauf über eine längere Treppe Richtung Witikon. Immer geradeaus auf dem Trichtenhausen-Fussweg nähern wir uns Witikon. Witikon ist ein Quartier der Stadt Zürich. Die ehemalige selbständige Gemeinde wurde 1934 eingemeindet und bildet heute zusammen mit Fluntern, Hottingen und Hirslanden den Kreis 7. Wir durchqueren den alten, recht intakten Dorfkern. Nach links gehend folgen wir der Trichterhausenstrasse bis zur Kreuzung. Über die Kreuzung geradeaus Richtung Burgwis kommen wir bald zur Abzweigung, wo der Elefantenbach beginnt. So wird der Bach im Stöckentobel genannt – Sinnbild dafür ist der steinerne Ele- fant, den der Verschönerungsverein Zürich 1898 weiter unten ins Bachbett baute. Woher der nicht alltägliche Name stammt, ist nicht geklärt. Doch bereits auf der Wildkarte aus den Jahren 1843-1851 wird der Bach durch das Stöckentobel als «Elephantenbach» bezeichnet. Der Stöckentobelweg führt uns direkt zum Elefanten. Er steht mitten im Bach und lädt zum Spielen und Verweilen ein. Eine Feuerstelle mit Sitzgelegenheit steht ebenfalls zur Ver- fügung. In einem Tunnel unterqueren wir dann die Witikonerstrasse und erreichen bald die Tramhaltestelle Burgwis, Ausgangspunkt dieser Zweitobelwanderung.

Bubikon, Bahnhof
• ZH
Von Bubikon nach Rapperswil-Jona
Dieser Halbtagesausflug beschert schöne Ausblicke über den Oberen Zürichsee, den Obersee sowie die Glarner und Schwyzer Alpen. Die gut zweistündige Wanderung führt von Bubikon via Egelsee nach Rapperswil-Jona.
Gestartet wird am Bahnhof Bubikon, der früher Knotenpunkt zwischen der SBB und der 1946 eingestellten Uerikon-Bauma-Bahn war.
Nach dem ersten kurzen Aufstieg auf den Chapf gelangen Sie zur Moorlandschaft rund um den Egelsee. Richtung Rapperswil-Jona geht es weiter zum Sonnenberg, wo sich eine fantastische Weitsicht auf den Oberen Zürichsee und den Obersee eröffnet. Schwyzer und Glarner Alpen sind zum Greifen nah.
Nach der letzten kleinen Anhöhe, dem Meienberg, gelangen Sie ins Zentrum von Jona und von da ist es nicht mehr weit nach Rapperswil.