Proposte escursionistiche • Zürcher Wanderwege

Regensdorf
— Niederglatt
• ZH
Kultur: Drei flache Täler
Willi A. Lehmann (1904–1981): Maler und Typograf. Wirkungsstätte u. a. im Furttal; Gönner der Zürcher Wanderwege. Wanderung: Ab Bahnhof Regensdorf, am Beginn des flachen Furttales, wenden wir uns zunächst den beiden Chatzenseen zu; im Sommer ist der untere See ein beliebtes Badege wässer. Nach gut dreiviertel Stunden sind wir in Chatzenrüti, wo eine Gedenktafel an den Musterbauer Jakob Gujer, genannt Kleinjogg, erinnert. Er sorgte von 1769 bis 1785 für eine vorbildliche Erneuerung der zürcherischen Landwirtschaft. Selbst Goethe zollte ihm grossen Respekt bei zwei Visiten 1775 und 1779. Über den flachen bewaldeten Ibig gehts dann weiter Richtung Oberhasli, wo kurz vor dem Dorf die 1968 aufgehobene ehemalige Nordostbahnlinie über den Schwänkelberg ins Furttal (Schipka-Pass) überquert wird. Via Mettmenhasli ist bald einmal Niederhasli erreicht, von wo aus wir direkt, alles auf Hart belag, zum Wanderziel Bahnhof Niederglatt gelangen können (rund 30 Minuten weniger Wanderzeit). Auf der längeren Variante schlagen wir zunächst die Richtung nach Riedt ein – mit Blick ins obere Wehntal – , hernach wandern wir dem Fischbach entlang und wenden uns dann ostwärts nach Nöschikon. Den sehenswerten Ortsteil hinter uns lassend, geniessen wir das linke Glattufer flussaufwärts und finden so problemlos den Bahnhof von Niederglatt. Charakteristika: Geeignet für alle Jahreszeiten. Hartbelagsanteil rund 35, bei der kürzeren Variante knapp 50 Prozent. Sehenswertes: Chatzenseen, Weiler Chatzenrüti, ehemalige Bahnlinie, die Hasliseen zwischen Mettmen- und Oberhasli (mit Umweg), Neeracherried beim Fischbach.

Oberwetzikon
— Pfäffikon ZH
• ZH
Kultur: Pfäffikersee
Hans Georg Nägeli (1773–1836): Komponist, Musikpädagoge, Verleger. Schuf vorwiegend Vokalmusik (Liedsammlungen), gilt als Wegbereiter des Chorgesanges («Sängervater»). «Freut euch des Lebens» ist eines seiner bekanntesten Lieder. Wanderung: Ab Bushaltestelle Oberwetzikon wenden wir uns zur Kirche und sehen rech terhand das Pfarrhaus, wo Nägeli 1773 geboren worden ist (Hinweistafel). Nach wenigen Metern finden wir einen Wegweiser und schlagen die Route Richtung Seegräben ein. Durch Robenhausen gehts zum Pfäffikersee und dem Naturschutzgebiet entlang zum Strandbad Auslikon. Mitte des 19. Jh. entdeckte Jakob Messikommer (1828–1917) im Robenhauser Ried eine bedeutende prähistorische Pfahlbausiedlung. Für seine Verdienste wurde er mit dem Ehrendoktortitel der Universität Zürich ausgezeichnet. Ab Auslikon begleitet uns der Chämtnerbach, und gleichzeitig finden wir uns bis Kempten auf dem Industriepfad. Dann steigts tobelwärts bergan, begleitet vom Walenbächli; und bei Egglen ist der höchste Punkt der Wanderung (710 m) erreicht. Nach Hofhalden und Owachs queren wir den Halden-Wald, und schon kommt das Kastell Irgenhausen ins Blickfeld. Eine Verschnaufpause dort tut gut, derweil wir gedanklich die Römerzeit in Erinnerung rufen. Das Kastell lässt sich ins 1. Jh. n. Chr. datieren als Schutzbaute entlang der Strasse von Kempraten nach Oberwinterthur. Via attraktiver Seepromenade ist nach einer halben Stunde der Bahnhof Pfäffikon ZH erreicht, das Ende unserer Wanderung. Charakteristika: Gut begehbar zwischen Frühling und Herbst, im Winter zwischen Kempten und Hofhalden eher ungeeignet. Hartbelagsanteil rund 30 Prozent. Sehenswürdigkeiten: Kirche Oberwetzikon (1897), Robenhauser Ried (Pfahlbaufunde), In- dustriepfad, Römerkastell Irgenhausen.

Hirzel, Kirche
— Burghalden
• ZH
Kultur: Heidi vom Hirzel
Johanna Spyri (1827–1901): Schriftstellerin und Jugendbuchautorin. Im Doktorhaus Hirzel geboren, bis zum 25. Lebensjahr dort wohnhaft. Die beiden «Heidi»-Bände erschienen allerdings erst 1879/81. Wanderung: Im alten Schulhaus Hirzel (1660) befindet sich das Spyri-Museum, das Fotoporträts der Familie, Spyris Werk in alten Ausgaben, Handschriften, Dokumente und Objekte der Schriftstellerin und ihrer Familie zeigt. Vielleicht ist das ein guter Start zur nachstehenden Wanderung. Bei der reformierten Kirche schlagen wir den Wanderweg Richtung Schlieregg ein, biegen jedoch unmittelbar nach dem Friedhof nach links ab, wandern im Zickzack zur Zugerstrasse hinunter und sehen Richtung Osten das Änderholz mit dem gelb signalisierten Weg. Vor und nach Chrutzelen passieren wir die stark befahrene Strasse und wandern abwärts zur Aamüli. Unter der Autobahn durch erreichen wir bald Neubühl. Weiter gehts auf der Hangroute durch Feld und Wald immer oberhalb des Siedlungsraumes mit schönen Ausblicken auf den Zürichsee. Ab Rötiboden steigt der Weg recht steil aufwärts, führt einige hundert Meter entlang der A3, ehe er wieder abtaucht zum Weiler Zollingerhüser. Nach Neuguet überqueren wir die Verbindungsstrasse von und nach Wädenswil, verlassen nach rund hundert Metern den offiziellen Wanderweg und folgen dem Wegweiser zur Burgruine Alt Wädenswil. Die imposante und sehenswerte Anlage stammt aus dem 13. Jh. und wurde später an das Johanniterhaus Bubikon verkauft. Nach etwa 20 Minuten ist das Wanderziel, die SOB-Bahnstation Burghalden, erreicht. Charakteristika: Gut begehbar zu allen Jahreszeiten; im Winter Vorsicht wegen Schnee- und Eisglätte. Hartbelagsanteil etwa 45 Prozent. Sehenswertes: Hirzel: Reformierte Kirche (1617), Spyri-Museum im alten Schulhaus (1660), grossartige Hügellandschaft (Drumlins). Ruine Alt Wädenswil (Gemeindegebiet von Richterswil).

Zürich, Landesmuseum
— Dietikon
• ZH
Kultur: Der Limmat entlang
Silja (Cécile) Walter (1919–2011): Benediktinerin im Kloster Fahr und Schriftstellerin, aus einer Verleger- und Schriftstellerfamilie stammend. Lyrische Werke, Mysterienspiele, Theaterstücke. Wanderung: Sie beginnt in Zürich beim Landesmuseum. Zunächst queren wir den attraktiven Platzspitzpark, wechseln über den Drahtschmidlisteg auf die rechte Limmatseite und stossen so auf den Kloster-Fahr-Weg. Die Route auf Stadtgebiet weist abwechslungsweise Natur- und kürzere Hartbelagsabschnitte auf. Unter der Wipkinger- und weiteren Brücken durch, immer auf der rechten Flussseite, steuern wir bald dem beliebten Freizeitrefugium Werdinsel zu, im Sommer ein hoch willkommener Badeplatz. Wir bleiben nachher auf der rechten, ausschliesslich für Wandernde signalisierten Limmatseite, können aber folgenden Tipp abgeben: Wechsel beim Turbinenhaus auf das linke Ufer, wo die Limmat Renaturieungs- arbeiten einen Blick von einem Holzsteg aus in die wilde Auenlandschaft lohnen. Bald empfängt uns der Lärm der nahen Autobahn. Bei der Brücke Unterengstringen empfehlen wir eine linksufrige Alternative: An Sommer-Sonntagen hält eine Gratis-Fähre den Personenverkehr über die Limmat zum Kloster aufrecht. Sonst aber bleiben wir rechtsufrig, und bald dürfen wir im Schatten hoher Bäume beim Kloster Fahr rasten. Das Kloster, eine Aargauer Exklave, wurde 1130 gegründet und gehört zur Abtei Einsiedeln. Weiter gehts, etwas landeinwärts, durch den Chlosterwald nach Glanzenberg (Burgruine und Städtchen, 13. Jh., Gründung der Regensberger). Bald sind wir wieder an der Limmat, wandern den Schanzen entlang, und über die Strassenbrücke ist bald der Bahnhof Dietikon erreicht. Charakteristika: Geeignet für alle Jahreszeiten. Hartbelagsanteil knapp 20 Prozent. Sehenswertes: Werdinsel, Renaturierungsgebiet, Kloster Fahr, Burg- und Stadtruine Glanzenberg

Start point
— Uster
• ZH
Kultur: Wehrmannerdenkmal
Otto Zollinger (1886–1970): Architekt, Skulpteur. Hauptwirkungsgebiete Fällanden, Zürich und Adliswil. Entwerfer des Wehrmännerdenkmals auf der Forch unter dem Projekttitel «Das Opfer». Wanderung: Die Forchbahn bringt uns von Stadelhofen hinaus aus der hektischen Stadt Zürich. Ab der Haltestelle auf Verlangen Neue Forch beginnen wir die einfache Wanderung, und bereits am Vogelbächli dürfen wir kurz innehalten und über die Findlinge sinnieren, die der Glatttalgletscher vor etwa 17000 Jahren hierher verfrachtet hat. Bald ist die Anhöhe erreicht; und vor uns dominiert die 18 m hohe stilisierte Flamme des von Otto Zollinger entworfenen und 1922 ausgeführten Wehrmännerdenkmals. Auf dem Steinsockel, in Form einer Stufenpyramide, steht eingemeisselt: «Dies Denkmal baute das Zürcher Volk als Sinnbild seiner Opfer, die der Weltkrieg 1914–1918 zu des Vaterlandes Schutz forderte». Ab der Forch gehts meist abwärts, wobei das Bachtobel das zentrale Element des Weges zur Schiffländte Maur bildet. Weil die Greifensee-Schifffahrt ganzjährig die Seeüberquerung ermöglicht (ausgenommen bei einer Seegfrörni), vertrauen wir uns dem MS «Heimat» an, das in vier Minuten nach Niederuster wechselt. Ab hier benützen wir den Industriepfad, fast alles auf Hartbelag, bis zum Bahnhof Uster. Die vielen Informationstafeln, die alten Industriebauten, die Parkanlagen und die Verbindung von Alt und Neu, für die Uster 2001 den Wakker-Preis zugesprochen erhielt, lohnen da und dort ein längeres Verweilen, so dass die Wanderzeit ab Niederuster erheblich über einer Stunde liegen dürfte. Charakteristika: Geeignet für alle Jahreszeiten, wobei das Bachtobel im Winter erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Mit rund 75 Prozent ist der Hartbelagsanteil allerdings hoch. Sehenswertes: Findlingsgarten Vogelbächli, Wehrmännerdenkmal, Industriepfad.

Bronschhofen
— Wil
• SG
Brunauer Bärg: Grenzschlängelnd St. Gallen–Thurgau
Unser Start in Bronschhofen beginnt schon im Zug von Wil nach Romanshorn; man muss die Haltestelle ankündigen, sonst fährt der Zug vorbei. Wir schlendern an der Schule und schönen Riegelhäusern vorbei und zum Teil auf dem Rundweg durch Wil. Kurz nach Maugwil sehen wir grosse Obstplantagen. Vielleicht haben die Bauern noch nicht die gesamte Ernte verkauft und wir können im Hofladen etwas erwerben. Oben auf der Krete des Brunauer Bärgs sehen wir das Alpenpanorama. Am Antennenturm vorbei geht es abwärts nach Waldhof ins Uerental. Von Weitem erblicken wir den Wiler Aussichtsturm auf dem Hofberg. Der Holzturm wurde am 8. Juli 2006 eröffnet. Wir erklimmen die 189 Stufen und bewundern in 38 Metern Höhe (747 Meter über Meer) auf der dreieckigen Aussichtsplattform ein sehr schönes Panorama mit Glarner und Berner Alpen sowie Alpstein und Churfisten – zumindest bei klarem Wetter. Nachdem wir wieder hinuntergestiegen sind, folgt der Abstieg über Ölberg zum Weierhus, wo die Einwohner Wils die Natur und den See zu geniessen pflegen. Danach schlendern wir durch die Altstadt oder begeben uns direkt zum Bahnhof Wil, um dort unseren Durst zu löschen.

IIInau
— End point
• ZH
Mittleres Glatttal
Die Wanderung beginnt in IIInau im mittleren Glatttal. Wir lassen den Dorfkern hinter uns und befinden uns unversehens mitten in der Natur, mit einem tollen Blick zum Glärnischmassiv mit dem Vrenelisgärtli. Auf breitem Weg erreichen wir das Naturschutzgebiet Wildert. Dieses Feuchtgebiet war einst ein Gletschersee, der nach der Eiszeit verlandete. Die beiden heutigen Teiche, durch Gräben miteinander verbunden, sind Zeugen des Torfabbaus während des Zwei- ten Weltkriegs. Das Naturschutzgebiet Wildert gehört grösstenteils Pro Natura Zürich.
Auf der Egg befindet sich eine Alpenpanoramatafel. Eindrücklich, welche Vielfalt an Bergen sich hier vor uns ausbreitet! Hier nur einige Namen: Grosser Aubrig, Etzel, Kleiner Mythen, Grosser Mythen, Titlis.
Nach einem leichten Abstieg nach Freudwil wandern wir auf der anderen Talseite in Richtung Hooggen, eines Weilers auf einer kleinen Anhöhe. Nach einem längeren Stück im Wald führt uns der Weg schliesslich über die Autobahn nach Nänikon, unserem Endziel.

Stettbach
— Burgwis
• ZH
Lorenchopf
Von der S-Bahn-Station gelangen wir durch den ländlich gebliebenen Weiler Stettbach zum Chüeweidweg, der durch den Wald zum Tobelhof (mit zwei Wirtschaften) führt. Auf der An- höhe prachtvolle Aussicht über das Glatttal zum Irchel, Schauenberg, ins Oberland und zum Säntis. Wir steigen weiter zum Forsthaus Hinter Adlisberg, dann flacher zum Lorenchopf mit dem 30 m hohen Holzturm. Der ZKB Rastplatz Milan lädt zu einem Trinkhalt ein. Dann geht’s bergab zum Stadtrand in Witikon, wo der «Elefantenbach» beginnt. So wird der Bach im Stöckentobel genannt – nach dem steinernen Elefanten, den der Verschönerungsverein Zürich 1898 weiter unten ins Bachbett baute. In einem Tunnel unterqueren wir die Witikonerstrasse und erreichen die Tramhaltestelle Burgwis.

Bauma
— Wald
• ZH
Bachtel
Vom Bahnhof Bauma folgen wir einem Guyer-Zeller-Weg, der die Schleife der Uerikon-Bauma-Bahn kreuzt und durchs wilde Tobel des Lochbachs über neue Eisenleitern und Brücken hinauf zur Hohenegg führt. Weiter gehts über den Sunnehof zur Ghöchweid. Wir sehen weit ins Tössbergland und zu den Alpen. Bald erreichen wir das Ghöch und die Anhöhe der Bank. Auf Wiesen- und Waldwegen führt die Route über die Allmenkette Richtung Frauenbrünneli. Von hier geht es einen waldigen Steilhang hinunter zur Täuferhöhle unter einer mächtigen Nagelfluhwand. Der Weg hält nun in südlicher Richtung auf die Egg zu und weiter zum Bachtel. Über die Terrassen am Sonnenhang wandern wir talwärts durch den Wald zum Bachtelspalt. Über den Tänler, wo wir einen prächtigen Ausblick in die Tiefe haben, erreichen wir Wald.

Sihlbrugg
— Horgen
• ZH
Pässe: Hirzel
Ein historischer Übergang, eine wunderbare Zürcher Hügellandschaft, ein wildromantisches Bachtobel, der Zürichsee – das sind die Ingredienzen unserer Tour über den Hirzel. Nur eines muss man sich bewusst sein: An Hartbelag kommt man auf dem Hirzel nicht vorbei. Wir starten beim Verkehrsknotenpunkt in Sihlbrugg. Zum Glück können wir diesen unwirtlichen Ort schnell hinter uns lassen. Dabei folgen wir dem Wegweiser Richtung Tobelmüli und bleiben auf dem offiziellen Wanderweg bis nach Hirzel Höhi. Mit der Höhe gewinnen wir auch an (fantastischer) Sicht. Alternativ könnte man den braunen Wegweisern des alten Saumwegs folgen. Auf diesem transportierten Maultiere zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert Güter auf der Nord-Süd-Achse. Nach einer guten Dreiviertelstunde erreichen wir den Saumpass. Ein Aufstieg in fünf Minuten zur Panoramatafel auf dem Zimmerberg lohnt sich. Nach wenigen Metern auf dem Strässchen treffen wir zur Abwechslung auf einen kleinen Pfad, der abwärts durch die Wiesen führt. Beim Waldrand gehts Richtung Horgener Bergweiher, den wir aber um 10 Minuten verpassen, weil unser nächstes Etappenziel Arn lautet. Vor dem Ortsteil müssen wir die Autobahn über eine Brücke queren. Irgendwo musste sie unsere Wege ja kreuzen, zieht sie sich doch den See entlang in der Höhe durch. Fast zum Schluss gibts – nicht nur für Ortsunkundige – eine Überraschung: Nach Arn ge- langen wir zum Aabach, der uns ein gutes Stück weit bis zum See begleitet. Unglaublich, wie wild und unberührt die Gegend auf einer Strecke von rund 1,5 Kilometern plötzlich wird. Sogar ein Wasserfall versteckt sich im Tobel – mit Feuerstelle und einer imposanten Treppe. Noch etwas fällt uns an diesem frühen Frühlingstag auf: Im Unterschied zum Hirzel beginnt es hier zu blühen. Die Bäume tragen Knospen. Beim Schiessstand suchen wir unseren Weg nach Käpfnach. Wer zum Bergwerk möchte, biegt bei den ersten Häusern wenige Meter nach links ab. Uns ziehts zum See. Auf dem Uferweg, vorbei an den Fähren und der Sust, dem ehemaligen Warenumschlagplatz, gelangen wir zum Bahnhof Horgen (und der Schifflände) Sehenswert: Hirzel Höhi, Horgener Bergweiher, Bergwerk Käpfnach, Fähre Horgen, Alte Sust Fazit: Eine altbekannte Tour durch die liebliche und offene Hügellandschaft des Hirzels.

Sihlwald
— Seleger Moor
• ZH
Pässe: Schnabellücke
Diese Wanderung bietet viel: zwei Hotspots am Anfang und am Ende einer Tour, die über einen alten Saumpfad führt. Auch wenn wir über 300 Höhenmeter bewältigen, bleibt genug Zeit und Energie, das Besucherzentrum des Wildnisparks Sihlwald oder das Seleger Moor zu besuchen (im Sommerhalbjahr). Beim Start in Sihlwald steht der Dampfzug für seinen Einsatz bereit. Aber nicht für uns. Wir haben den stetigen Aufstieg durch den Wald auf die Schnabellücken vor uns. Erst folgen wir dem Wegweiser Richtung Sihlbrugg, um nach 100 Metern die Sihltalstrasse auf einer Holzbrücke zu überqueren. Keine Aussicht, aber viel Grün und kühlender Schatten – wie angenehm im Sommer! – begleiten uns fortan. Bis zur Schnabellücken befinden wir uns im Gebiet des Wildnisparks. Die Schnabellücken – nahe des bekannten und gut dokumentierten Albispasses gelegen – ist als historischer Fussweg ausgewiesen. Über Ursprung, Bedeutung und Bezug zur mittelalterlichen Schnabelburg, deren Ruine in der Nähe liegt, gehen die Meinungen auseinander. Beim kleinen waldreichen Übergang lockt ein gut viertelstündiger Abstecher zum Aussichtsturm Hochwacht mit Feuerstelle. Mit oder ohne Abstecher gehts ab der Schnabellücken über einen steilen Treppenweg weiter. Plötzlich weitet sich die Landschaft. Wir erblicken den Zugersee und die Rigi mit ihren Kumpanen. Beim ersten Wegweiser nach der Schnabellücken stehen wir vor der Wahl: durch den Wald via Hausen oder auf einem kleinen Strässchen via Tüfenbach und Vollenweid zum Seleger Moor. Nach dem Aufstieg durch den Wald entscheiden wir uns für die zweite Variante und geniessen den Weitblick in die offene Landschaft. Zum Abschluss gehts durch Wiesen und Wald direkt zum Seleger Moor. Hier können wir die Wanderung inmitten der duftenden Blüten, am Weiher oder auf verschlungenen Pfaden ausklingen lassen. Wer die Tour verlängern möchte, zieht in einer guten Stunde weiter bis nach Mettmenstetten. Sehenswert: Wildnispark Sihlwald, Schnabellücken, Seleger Moor, Ruine Schnabelburg Fazit: Ein historischer Fusspfad über den Albis, eingerahmt von zeitlosen Attraktionen.

Pfäffikon
— Bauma
• ZH
Pässe: Türli
Wir machen uns auf die Suche nach dem Türli zwischen Pfäffikersee und Tösstal. Das eigentliche Highlight der Tour ist jedoch das Rosinli. Die ersten paar Höhenmeter schenken wir uns, da der Weg mitten durch die Ortschaft führt, und starten bei der Busstation Pfäffikon Oberwil. Von hier aus wandern wir in lockeren 45 Aufwärm-Minuten nach Hofhalden. Zur rechten Seite gewinnen wir kurz nach dem Start einen reizvollen Überblick auf den Pfäffikersee. Bei Hofhalden folgen wir der Strassenkurve, um dann zur Rechten in den Wald abzubiegen. Über Wabig gewinnen wir rund 150 Höhenmeter aufs Rosinli. Hier treffen wir auf die lange Rutschbahn beim Ausflugsrestaurant, die seit Jahrzehnten dieselbe ist. Für diejenigen, die als Kind von der Rutsche fasziniert waren, vielleicht ein Ort der Nostalgie und Erinnerung. Nur, war sie damals nicht viel, viel länger? Ausprobieren ist erlaubt – auch für Erwachsene. Mit einem Franken für den Rutschteppich sind wir dabei. Am liebsten würde man es sich hier gemütlich machen und dann auf einer der zahlreichen Varianten wieder absteigen. Doch wir haben noch ein Stück Weg vor uns. Unser eigentliches Ziel, das Türli, erreichen wir bereits nach 20 Minuten. Zu viel darf man von diesem «Übergang» nicht erwarten, vorsichtig ausgedrückt treffen wir hier eher auf eine Weggabelung. Aber der lustige Name hat das Interesse geweckt. Vom Hügel gehen die Wege in alle vier Richtungen ab. Im Folgenden erwarten uns eineinhalb Stunden Wanderwege durch den Wald bis nach Bauma, mit zwei Abkürzungsvarianten nach Neuthal. Beim Känzeli fragen wir uns kurz, ob wir den Aufstieg auf den Stoffel wirklich unter die Füsse nehmen wollen. Wir wollen. Nach einem kurzen Blick ins Tal gelangen wir teils über schmale, wurzelreiche, aber auch über breite, angenehme Wege via Bliggenswil zügig nach Bauma. Sehenswert: Rosinli Fazit: Eine Waldwanderung etwas abseits der Hauptrouten, die uns doch zu einem Höhe- und Aussichtspunkt führt.

Schatzalp
• ZH
Panoramawanderung
In den Jahren 1898-1900 von zwei Zürcher Architekten vorbildlich erbaut, konnte am 21. Dezember 1900 das heutige Jugendstilhotel Schatzalp eröffnet werden. Das Hotel wurde damals als Luxussanatorium konzipiert und war die fortschrittlichste Heilstätte der Region. Gleichzeitig wurde auch die erste Bergbahn in Davos zur Schatzalp gebaut. Bekannt ist die Schatzalp auch wegen prominenten Gästen aus der Vergangenheit, so z.B., dem deutschen Schriftsteller Thomas Mann oder dem britischen Arzt und Autor Arthur Conan Doyle. Der Wegweiser mit der Aufschrift „Davoser Alpentour“ ist ständiger Begleiter auf dieser Wanderung. Zunächst wandert man am Rand des wunderschön angelegten Botanischen Gartens vorbei. Der Weg schlängelt sich im Wald ein kurzes Stück aufwärts, bis man unterhalb der Podestatenalp die Weide und gleich darauf das Albertitobel überquert. Im Bereich der Grüenialp bieten einige Ruhebänke, darunter auch eine Lesebank, genügend Möglichkeiten, das tolle Panorama auf die umliegenden Täler und Gipfel zu geniessen. Nochmals geht es ein wenig bergan, bevor beim Übergang über den Bildjibach der höchste Punkt der Wanderung erreicht ist. Vorbei an den Erbalpen und Ausser Erb erreicht man schon bald die Stafelalp. Diese wurde vor rund 500 Jahren von Walsern gegründet. Das 1936 eingerichtete Gasthaus ist ca. 250 Jahre alt und wie früher wird noch immer auf einem Holzherd gekocht. Auf der Stafelalp entstanden auch einige berühmten Werke des Malers Ernst Ludwig Kirchner, so zum Beispiel „die Stafelalp bei Mondschein“ aus dem Jahre 1919. Nun folgt der Abstieg, teils auf dem Forstweg, teils über Wiesen, via Matta nach Davos Frauenkirch.

Schatzalp
• GR
Aussichtsreiche Davoser Alpentour
In den Jahren 1898-1900 von zwei Zürcher Architekten vorbildlich erbaut, konnte am 21. Dezember 1900 das heutige Jugendstilhote Schatzalp eröffnet werden. Das Hotel wurde damals als Luxussanatorium konzipiert und war die fortschrittlichste Heilstätte der Region. Gleichzeitig wurde auch die erste Bergbahn in Davos zur Schatzalp gebaut. Bekannt ist die Schatzalp auch wegen prominenten Gästen aus der Vergangenheit, so z.B., dem deutschen Schriftsteller Thomas Mann oder dem britischen Arzt und Autor Arthur Conan Doyle. Der Wegweiser mit der Aufschrift „Davoser Alpentour“ ist ständiger Begleiter auf dieser Wanderung. Zunächst wandert man am Rand des wunderschön angelegten Botanischen Gartens vor- bei. Der Weg schlängelt sich im Wald ein kurzes Stück aufwärts, bis man unterhalb der Podestatenalp die Weide und gleich darauf das Albertitobel überquert. Im Bereich der Grüenialp bieten einige Ruhebänke, darunter auch eine Lesebank, genü- gend Möglichkeiten, das tolle Panorama auf die umliegenden Täler und Gipfel zu geniessen. Nochmals geht es ein wenig bergan, bevor beim Übergang über den Bildjibach der höchste Punkt der Wanderung erreicht ist. Vorbei an den Erbalpen und Ausser Erb erreicht man schon bald die Stafelalp. Diese wurde vor rund 500 Jahren von Walsern gegründet. Das 1936 eingerichtete Gasthaus ist ca. 250 Jahre alt und wie früher wird noch immer auf einem Holzherd gekocht. Auf der Stafelalp entstanden auch einige berühmten Werke des Malers Ernst Ludwig Kirchner, so zum Beispiel „die Stafelalp bei Mondschein“ aus dem Jahre 1919. Nun folgt der Abstieg, teils auf demForstweg, teils über Wiesen, via Matta nach Davos Frauenkirch.

Hinwil
— Gibswil
• ZH
Pässe: Schufelberger Egg
Auf dieser Tour verpassen wir den Bachtel zwar knapp, lernen das Zürcher Oberland aber doch von seiner reizvollen Seite kennen. Die Wegweiser leiten uns perfekt durch Hinwil, vorbei am hübschen Ortsmuseum, Richtung Wildbachtobel und Girenbad. Bald schon heisst es: Eintreten bitte. Der frei zugängliche Skulpturenpark von Franz Hero liegt direkt an der Route. Nun gehts ins Bachtobel, vorbei an kleinen Wasserfällen, beim grössten gibts eine Feuerstelle. Die Treppe müssen wir nicht erklimmen, sondern lassen uns weiter vom Bach leiten. Plötzlich lugt die Sonne ins schattige Tobel. Nächstes Ziel ist die Ruine Bernegg. Wow, welche Sicht in die schneebedeckten Berge, wie wir aus dem Wald treten. Von Pilatus zu Rigi und Grossem Mythen sind sie alle da. Vor lauter Rundblick müssen wir achtgeben, die Ruine Bernegg nicht zu verpassen. Auf dem Wegweiser ist sie aufgeführt, aber wo ist sie? Die Gesteinsreste liegen auf einem kleinen Hügel zur linken Seite. Der kurze Abstecher muss sein. Vorbei am Parkplatz mit Sicht auf den Bachtel gelangen wir nach Girenbad. Leider sind die Restaurants im Dorf seit längerem geschlossen. Zum Glück aber hat die Chäsi Girenbad einen Automaten mit Getränken und Käse, wenn der Laden geschlossen ist. Auf einem Panoramaweg via Boden und durch den Wald gewinnen wir an Höhe, bis wir den feinen, kleinen Übergang Egg erreichen. Der Strassenpass ist an Sonn- und Feiertagen für den motorisierten Verkehr gesperrt. Bei Auenberg Sattel können wir einen Abstecher zum Bachtel wagen (30 Minuten Aufstieg) oder weiter via Vorder Sennenberg, vorbei am Bachtelweiher, nach Hinter Sennenberg gelangen. Wir folgen aber nicht dem Strässchen nach Gibswil, sondern gehen die paar Meter hoch zu den Häusern, wo der Weg nach Gibswil mit 40 Minuten angegeben ist. Lohnenswerte 10 Minuten Umweg. Nach Blegi wählen wir den Weg durch den Wald. Eine Wurzeltreppe führt uns zu einem imposanten Wasserfall und einer Feuerstelle. Wissengubel heisst der Ort der Überraschung. Im Nu gelangen wir zum Bahnhof. Sehenswert: Ortsmuseum Hinwil, Skulpturenpark Franz Hero, Girenbad, Egg Fazit: Eine erlebnis- und aussichtsreiche Wanderung durchs Zürcher Oberland.

Reutlingen
— Andelfingen
• ZH
Kultur: Weinland
Max Bill (1908–1994): Bedeutender Architekt, Plastiker, Grafiker und Produktegestalter. Kunstpreise u. a. von Zürich und Winterthur. Wanderung: Wir beginnen unsere Wanderung etwas ausserhalb Winterthurs, der Geburtsstadt von Max Bill, einem der wichtigsten schweizerischen Architekten und Gestalter des 20. Jahrhunderts (u. a. Pavillon-Skulptur an der Bahnhofstrasse in Zürich). Ab der S-Bahn-Haltestelle Reutlingen schlagen wir den Wanderweg via Stadel zur Mörsburg ein. Aufgepasst auf die vielen Richtungsänderungen des Weges bis Stadel! Nach dem Burgturm (ab 10. Jh., Besitztum der Kyburger und Habsburger, heute Museum) tauchen wir in den kühlen Wald des Stadlerberges ein. Nach Welsikon und dem kleinen Gurisee winkt bald einmal die Ortschaft Rutschwil (mit aussichtsreichem Rastplatz vor dem Dorf). Bis Dägerlen muss dann auf der Strasse gewandert werden. Nach dem Gmeindholz und nahe der Burgstelle Schlossbuck ist das Rauschen der Weinland- Autobahn deutlich wahrnehmbar, doch unsere Route überquert bald die A4 und erreicht Henggart. Kurz nach dem Dorf, beim Strom-Doppelmasten, verlassen wir kurzzeitig den offiziellen Wanderweg Richtung Norden und treffen entlang dem Rebberg nach rund 300 Metern auf den schattigen Waldwanderweg gegen Humlikon. Eine längere offene Strecke begleitet uns hernach via die Rebberge Lokipfiff und Heiligberg bis zum Endpunkt Bahnhof Andelfingen. Charakteristika: Geeignet für alle Jahreszeiten, besonders aber zwischen Frühling und Herbst. Hartbelagsanteil rund 25 Prozent. Sehenswertes: Mörsburg bei Stadel, Gurisee, Andelfingen mit Schloss (14. Jh.), Schlosspark und gedeckte Holzbrücke über die Thur (1814).

Rämismühle
— Kyburg
• ZH
Kultur: «Zäller Wienacht»
Paul Burkhard (1911–1977): Komponist (Oratorien, Musicals, Operetten, «Die kleine Niederdorf-Oper», «O mein Papa», «Zäller Wienacht») und Kapellmeister. Ab 1960 in Zell wohnhaft. Wanderung: Start zu dieser abwechslungsreichen Kulturwanderung ist die S-Bahn-Station Rämismühle-Zell, und schon nach 20 Minuten erreichen wir Zell, für 17 Jahre Wohnsitz Paul Burkhards. Hier entstanden u. a. «Zäller Wienacht» und «Zäller Oschtere». Die Dorfkirche gilt als bauliches Wahrzeichen und stammt ursprünglich aus dem frühen 8. Jh. Der Komponist Burkhard begleitet uns noch ein Stück des Wanderweges, der nach ihm benannt ist. In engen Kehren erklimmen wir das Plateau der Weiler Ober- und Unter-Langenhard. Abwärts durch den Wald und an der Ruine Liebenberg vorbei (Entstehungszeit um 1170) ist bald Kollbrunn erreicht. Wir durchqueren das Dorf, das politisch zu Zell gehört, und schlagen den Weg südwärts über die Töss ein. Die Kühle des Rostelwaldes empfängt uns anschliessend bis kurz vor Brünggen, einem Dorfteil von Kyburg, was besagt, dass das Tagesziel nicht mehr weit sein kann. In der Tat: Nach dem sehenswerten Wald des Brünggberges öffnet sich die Sicht auf das idyllisch gelegene Kyburg, dessen dominantes Schloss zum Besuch lädt. 1027 erstmals als Chuigeburg (= Kühburg) aktenkundig, erlebte das Schloss eine wechselvolle Geschichte. Lenzburger, Zähringer und Habsburger zählten zu den Besitzern, und bis 1798 residierten nicht weniger als 59 zürcherische Landvögte auf der Kyburg. Charakteristika: Empfehlenswerte Wanderung zwischen Frühjahr und Spätherbst, weniger geeignet im Winter. Hartbelagsanteil gut 40 Prozent. Sehenswertes: Dorfkirche (ab 8. Jh.) und Paul-Burkhard-Haus «Im Wingert», Gemeinde Zell. Ruine Liebenberg (12. Jh.) östlich Kollbrunn. Intaktes Ortsbild und Schloss Kyburg (ab 11. Jh.).

Stammheim
• ZH
Kultur: Weinwanderwege
Fritz Deringer (1903–1950): Zeichner und Maler. Wirkungsgebiet u. a. im Stammertal. Ei gene Sammlung im Gemeindehaus Unterstammheim. Wanderung: Unsere Rundwanderung in Form einer Acht beginnt am Bahnhof Stammheim, wo besondere Wegweiser zu einem der sechs Weinwanderwege zeigen. Unterstammheim mit seinen Fachwerkbauten zieht einen sofort in den Bann. Das zentral gelegene Gemeindehaus (Baujahr 1530) mit dem Ortsmuseum und der Sammlung Fritz Deringer und wenige Meter später das reformierte Gotteshaus als Hauptkirche des Stammertals sind bauliche Bijous. Kurz darauf zweigt der Weinwanderweg «Stammerberg» vom Wanderweg ab und lässt uns von informativen Tafeln durchs Rebjahr geleiten und von der Aussicht verführen. Nächster Höhepunkt ist nach kurzem Abstieg die Gallus-Kapelle (erste Erwähnung 897, Wandmalereien 14. Jh.), ein Sakralbau von gesamtschweizerischer Bedeutung. Bald sind wir wieder im ausladenden Talboden, queren das nicht minder attraktive Oberstammheim und nehmen den von Hopfenkulturen gesäumten Abschnitt zum Raffoltersee unter die Füsse. Von dort ist es nicht mehr weit zum von der Antonius-Kapelle (13. Jh., Wandmalereien) und vom Schloss Schwandegg (ab 13. Jh.) dominierten Waltalingen. Ab hier wenden wir uns einem zweiten Weinwanderweg zu («Von Schloss zu Schloss»), jenem über Egg und Zänggel nach Guntalingen, einem weiteren schmucken Strassendorf. Dann geht es, weitgehend auf Hartbelag, über das Riet, wo die Hopfengärten nicht zu übersehen sind, zum Bahnhof Stammheim zurück. Charakteristika: Attraktiv zu jeder Jahreszeit. Hartbelagsanteil etwa 45 Prozent. Sehenswertes: Fachwerkbauten Unter- und Oberstammheim, Gemeindehaus und Kirche Unterstammheim, Gallus-Kapelle, Schloss Schwandegg und Antonius-Kapelle in Waltalingen, Schloss Girsberg (Privatbesitz) bei Guntalingen, Hopfenlehrpfad.

Dielsdorf
— Boppelsen
• ZH
Pässe: Mötschen
Regensberg strahlt weit herum ins Tal. Diese Tour führt uns von Dielsdorf am Eingang des Wehntals nach Boppelsen im Furttal – zum Glück vorbei am hoch gelegenen Städtchen. Wir starten beim Bahnhof Dielsdorf Richtung Regensberg und müssen zu Beginn gleich Acht geben, dass wir die Abzweigung in den Bahnhofweg, der uns zum alten Dorfkern führt, nicht verpassen. Einmal mehr staunen wir, wie viele prächtige Riegelhäuser im Kanton Zürich stehen. Nach dem Überqueren der Strasse gewinnen wir entlang an Hecken und Reben stetig an Höhe. Haben wir den steilen, aber kurzen Aufstieg nach Regensberg geschafft, lockt der mittelalterliche Turm aus dem 13. Jahrhundert, der neben der einmaligen Aussicht eine kleine Ausstellung beherbergt. Die (gezählten) 101 Stufen, die wir nach dem Einwurf eines Frankens hochsteigen, lohnen sich. Wir sehen Zürich und den Uetliberg, den Albis ebenso wie Kloten oder die Wehntaler Dörfer. Die Lägern liegt direkt vor uns, Dielsdorf hinter uns. Ab Regensberg folgen wir der Abzweigung nach Buchs und biegen nach wenigen Metern in den Blüemliweg ein. Wir staunen ob der Skiliftmasten und finden heraus, dass im Winter bei genügend Schnee Skibetrieb herrscht. Wir steigen hoch zur Strasse, die wir beim Parkplatz Linden überqueren. Von diesem Ausgangspunkt aus könnte man nach Herzenslust auf die Lägern wandern, auch der Planetenweg startet hier. Etwas zügiger unterwegs sind die Flugzeuge am Himmel. Wir gehen weiter Richtung Mötschen, wo wir uns an einem schönen Plätzchen am Waldrand niederlassen und auf unseren (unauffälligen) Strassenpass zurückblicken. Der kleine Übergang zwischen Regensberg und Boppelsen – auf der Höhe von Linden/Mötschen – spricht wohl vor allem Velo- und Töfffahrer an, und doch geniessen wir entlang dieser Route zu Fuss eine naturbelassene Wanderung mit minimalem Anteil an Hartbelag. Entspannt gehts den Waldrand entlang unserem Ziel, dem hübschen Dorf Boppelsen, entgegen. Sehenswert: Regensberg, Planetenweg, Lägern Fazit: Eine lohnenswerte und kurzweilige Wanderung, mit einem sportlichen Aufstieg und einem einfachen Ausklang.

Start point
— End point
• ZH
Zürcher Oberland: Tössscheidi
Gibswil, der Ausgangsort für diese Wanderung, ist der höchst gelegene Bahnhof der Tösstallinie Winterthur–Bauma–Rüti. Der Dorfteil von Fischenthal, der im 18. Jahrhundert nur aus wenigen Häusern und einer Mühle bestand, hat sich mittlerweile zu einem ansehnlichen Dorf entwickelt. Wir überqueren die Bahnlinie und wandern anfangs auf der Strasse bis sich die Routen trennen. Beim Hinweis Oberegg steigen wir rechts steil die Skipiste hoch, beim Schopf wählen wir den schmalen Weg. Den höchsten Punkt von Oberegg lassen wir rechts liegen, wer möchte, kann aber den Weg über den Hügel unter die Füsse nehmen. Wir setzen die Wanderung auf stellenweise schmalen Pfaden am Hang des Dürrspitz zur Alp Überzütt fort. Jetzt steigen wir steil ab zur Tössscheidi, wo es an heissen Sommertagen angenehm kühl ist. Trittsicherheit ist auf diesem Wegabschnitt Bedingung. Wer sich diesen Weg nicht zutraut, wandert ab der Alp Überzütt direkt nach Tannen. Von der Tössscheidi, dem Zusammenfluss der hinteren und vorderen Töss, wandern wir auf der Waldstrasse, vorbei am Hof Stierweid bis Buri. Unterwegs begegnen wir interessanten Felsformationen und einem Wasserfall. Eine kleine Pause ist empfohlen, denn nun steigen wir steil hoch nach Tannen. Wer sich still verhält, kann hier Gämsen begegnen. Bei Tannen führen zwei Routen nach Fischenthal, wir wählen diejenige via Aurüti. Am Hof Löchern vorbei gelangen wir zum Parkplatz des Skilifts – im Winter kann reger Skibetrieb herrschen. Wenig später weist uns ein Wiesenpfad hinunter nach Fisteln. Durch die Häuser gelangen wir zum Bahnhof Fischenthal.

Hinwil
— Feldbach
• ZH
Zürcher Oberland: Drumlinlandschaft
Hinwil, Hauptort des gleichnamigen Bezirks und eines der industriellen Zentren des Zürcher Oberlands, ist der Ausgangspunkt für die Wanderung. Uns Wanderer interessieren aber eher die Wegweiser am Bahnhof. Wir nehmen die Route, die uns nach Rapperswil führt. Zuerst durchqueren wir verschiedene Wohnquartiere. Bevor wir in ein schönes Ried gelangen, informiert uns eine Tafel über die Drumlinlandschaft, an deren Rande wir uns befinden. Wir gelangen nach Rotenstein, danach gehen wir unter der Bahnlinie hindurch und schon befinden wir uns an der Verbindungsstrasse nach Bubikon. Dieser wandern wir in nördlicher Richtung entlang bis zum Züriwerk Platten. Dann biegen wir in einen Naturweg ein und wandern an den Weilern Sennschür und Bürg vorbei bis Wolfhausen, einem bedeutenden Dorfteil von Bubikon. Durch die Kaffigasse und über den Schacherweg erreichen wir rasch den Dorfrand. Der Wanderweg verläuft bis kurz vor Schwösterrain über Felder und Wiesen – auf dem höchsten Punkt dieses Rückens befand sich seinerzeit eine Hochwacht. Wir bleiben auf der Route nach Rapperswil, bevorzugen aber bei der zweiten Gabelung die etwas längere, dafür schönere Strecke nach Feldbach. Ein kleiner Zoo befindet sich bei der Stiftung Balm, bei welcher wir vorbeikommen. Wir queren die Wiese und gelangen nach Schwenkel, danach kreuzen wir die Strasse und biegen links ins Grubengässli ein, das uns in den Rebberg Höcklistein führt. Der Ausblick vom Rebberg über die Bucht von Kempraten, den See mit den Inseln Ufenau und Lützelau und auf das Panorama der Glarner Alpen ist an schönen Tagen überwältigend. Der Ort lädt ein, sich einen Moment zu setzen und inne zu halten. Parallel zur Bahnlinie wandern wir via Goldenberg zum Bahnhof nach Feldbach.

Start point
— Wald ZH
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Zürcher Oberland: Chrinnenberg
Nur wenige Schritte nach dem Bahnhof Wald steigen wir nach dem Coop rechts die Treppenstufen hoch und folgen den Wegweisern, am Schulhaus Neuwies vorbei, bis zum Ende des Dorfes. Weitere Treppenstufen bringen uns auf die Wiese hinauf. Leicht ansteigend wandern wir bis zur roten Bank und wählen dort den Waldpfad. Die Steigung nimmt bis Lauf zu. Bald sehen wir die Höhenklinik, die wir rechts liegen lassen, und gelangen auf der Landstrasse zum Parkplatz Chrinnen. Nochmals steigen wir steil zur Alp Farner auf. Über den Chrinnengrat erreichen wir Tannberg. Ein einmaliges Panorama überrascht uns hier. Nun geht es steil die Wiese hinunter weiter nach Bannholz. Der Wanderweg führt uns zuerst an einem Weiher vorbei und dann über Treppenstufen ins Tobel des Diezikonerbachs. Nach der Überquerung des Baches führt uns der Wanderweg aus dem Tobel und auf die Landstrasse. Beim Hof Morgen führt der Weg sogar durch den Stall. Bald erreichen wir ein Naturschutz-Ried, über das ein Steg führt. Wir folgen dem Waldrand und bald sind wir zurück in Wald und am Bahnhof.

Tann-Dürnten
— Rüti ZH
• ZH
Zürcher Oberland: Hasenstrick
Diese Wanderung kann je nach Wetter und Zeit ausgedehnt werden. Die empfohlene Variante beginnt beim Bahnhof Tann-Dürnten. Die Signalisation leitet uns durch die Häuser nach Oberdürnten, wo wir die Strasse überqueren und in den alten Kirchweg einbiegen. Anfangs steigen wir moderat auf dem Kiesweg, später steil über die Wiese hoch zur Landstrasse, entlang derer uns der Wanderweg zum Hasenstrick führt. Die Aussicht ist grossartig und wir geniessen sie, bevor wir auf dem, zum Glück einige Stufen aufweisenden, steilen Weg nach Breitenmatt absteigen. Dort angekommen biegen wir vorerst links und später rechts ab und folgen dem Jakobsweg, der über den Pilgersteg bis Unter Fägswil führt. Nach einigen Metern biegen wir rechts in den Kiesweg ein und wandern nach Norden, überqueren die Waldnerstrasse und gehen geradeaus am Gebäude der Metallwarenfabrik vorbei bis zum Waldrand. Nun steigen wir ins Tannertobel hinunter. Der Wanderweg folgt zunächst dem linken Ufer der Jona. Im Tobel wechseln wir die Seite über einen Steg und wandern weiter, bis der Wegweiser hinauf zum Bahnhof Tann-Dürnten zeigt. Als Kurzvariante kann die Wanderung hier beendet oder bis nach Rüti verlängert werden. In letzterem Fall folgen wir dem Hinweis Ritterhus. Das Ritterhaus Bubikon ist eine bedeutende Sehenswürdigkeit – eine ehemalige Johanniter-Komturei. Nun nehmen wir die Route nach Rüti. Über den Golfplatz und an der Industrie Schwarz vorbei gelangen wir ins Schwarz-Töbeli. Wir lassen das schöne Tobel auf uns wirken und sind bald beim Schwimmbad von Rüti. Dieses bietet im Sommer bestimmt angenehme Abkühlung. Rasch erreichen wir die Häuser von Rüti. Dank der guten Signalisation finden wir den Weg zum Bahnhof.

Feldbach
— Zürich Rehalp
• ZH
Panoramaweg Pfannenstiel
Begeben Sie sich auf einen einmaligen Panoramaweg entlang des Pfannenstiels. Auf dem rund 27 Kilometer langen Weg gelangen Sie von der Rehalp in Zürich nach Feldbach. Unterwegs erwarten Sie eine Vielzahl von Aussichtspunkten mit tollem Blick auf den Zürichsee und die Alpen, Tobel mit einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt und spannende historische Ruinen. Auch für das leibliche Wohl ist unterwegs gesorgt. Eine Vielzahl von Aussichtsrestaurants und Beizen laden zum Verweilen und geniessen ein. Da das Naherholungsgebiet bestens erschlossen ist, können Sie ganz entspannt mit Bus, S-Bahn oder Schiff individuell an- und zurückreisen. Weitere Informationen zur ZPP und zum Panoramaweg finden Sie unter: www.zpp.ch